Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
115
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Anmerkungen zu WinkelmannS beschichte der Kunst.

Alten viel große Stiikkc aus Elfenbein durchaus gearbeitet haben, undob nicht die meisten von den so genannten elfenbeinernen Statuen bloßsolche gewesen, an welchen allein das Gesicht und die andern sichtbarennaktcn Theile ans Elfenbein gearbeitet waren, plinius könnte dieseVermuthung zu bestärken scheinen, wenn er (1^. Xll. 8ect. 2.) sagt:!mle<7uam eo6em evore ,lu,nt»,-»i o?-» I'uectareotul', vt mens-uur»i,eile?. Die elfenbeinernen Statuen des Gcrmanikus, des Britannikus,die bei den circenstschen Spielen vorgetragen wurden, können ebendeswegen nicht sehr groß gewesen sein. Doch andere uiüsscn es aller-dings gewesen sei»! als z.B. die Statue der Minerva Alea, die Angu-sius von Tegea mit weg nach Rom nahm, und von der pausaniasausdrüklich sagt, daß cS -^-cp«,^-»; 6-« ,«,'i-o? -ck-ro-,^,u,k^ov gewesen."

Ebcnd. sagt W, daß solche Statuen, an welchen nur die äu-ßersten Theile von Stein waren, Akrolirhi genannt worden; undL. schrieb hinzu:Den Beweis bleibt schuldig."

4.

Zu S. 32. Note 2. bemerkt L> daß die Figur beim 2Zegcr^Iiel. kranu'.1. 3. p. 402. keine Mumie sei; nnd S. 33., daß die Acgyp-ter nicht, wie W- sagt, auswärts/ sondern vielmehr vorwärts gebogeneSchienbeine gehabt zu haben scheinen, welche Bildung derselben pi-gnorius auch an den Figuren der Isischcn Tafel wahrzunehmen glaubte.

6.

Vvinkelm. S. 36.Die Sphinxe der Aegyptcr haben beiderleiGeschlecht, das ist, sie sind vorne weiblich, lind haben einen weiblichenKopf, und hinten männlich, wo sich die Hoden zeigen. Dieses ist nochvon niemand angemerkt. Ich gab dieses aus einem Steine des Sto-schischcn Musci an; und ich zeigte dadurch die Erklärung der bishernicht verstandenen Stelle des Poeten philemon--

L.Oder vielmehr des Strato, oder Strattis. Athenäusführt nämlich die Stelle, wovon hier die Rede ist, zweimal an: ein-mal im ölen, nnd einmal im t4tcn Buche. Dort legt er sie demStrato bei, und setzt noch hinzu, daß sie ans dessen pkönicidcssey. Hier aber dem philcmon; ans einem Fehler des Gedächtnissesohne Zweifel, wo es nicht ein bloßer Irrthum des Abschreibers ist.Denn da er dort die Stelle in ihrem ganzen Umfange anführt, (hieraber nur die ersten drei Zeilen davon), und auch das Stük benennt,woraus sie genommen; so scheint diese erste Anführung mehr Glaub-würdigkeit zu haben, als die andere. Man wird daher die Stelleauch vergeblich unter den Fragmenten des philemon, in der Aus-gabe des Clericus, suchen. Warum sie aber bis auf diese Wintel-

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