_
172
Ueber eine Stelle des Clemens Alcxandrinns.
p. 359.
WaS I°ab. ecXIl. Maffei für die puäicitl-ml auSgiebt, scheintmir Ariadnc zu seyn. Die ander» beyden Figuren scheinen Bacchusund einer von seinem Gefolge zu seyn, welcher letztere den Gott ab-ziehen will, bey der Ariadne länger zu verweilen; so wie auf demgeschnittenen Steine aus dem königlichen Cabinete lal». LH,. 1.
Clemens Alerandrinus, wenn er von den Bildsculen der heidni-schen Götter und ihren charakteristischen Kennzeichen spricht (Loborl.26 l-eotes p. Zl). L6it. potteri), sagt unter andern, daß Ceres, sowie Lulkanus aus den Werkzeugen seiner Kunst, Neptun ans demDreizack, «»o -i? o"v.u,<xotz«5 erkannt werden müsse. Dieses giebtpottev, in seiner neuen Ucbersetznng desjenigen Stückes, worinn eSsich befindet, durch eslamilul^ ciescriplione. Was heißt daS? Wasist das für eine Landplage, woraus CcrcS zu erkennen sey? CS müßtedie Unfruchtbarkeit seyn. Aber wie kann die Unfruchtbarkeit an einerStatue so deutlich angedeutet werten, daß sie zu einem Kennzeichender Göttin werden kann? Porter hat ein unverständliches Wort ebenso unverständlich übersetzt. Denn es ist wirklich nicht einzusehen, wasClemens mit seiner cr^u^oc-» will. CS wäre denn, daß <5^>xoy«,als ein voeabulurn ,-,--5ov, eben sowohl die Fruchtbarkeit als Un-fruchtbarkeit bedeuten könne, und daß er also das Bezeichnete für dasZeichen, die Fruchtbarkeit für die Kornähren, mit welchen Ceres ge-bildet wird, gesetzt hätte. Oder o-^-xoc.-«, da cS auch für -rv^.'Zo^gebraucht wird, und überhaupt etwas zusammengebrachtes anzeiget,müßte den Strauß von verschiedenen Kornähren und Mohnköpfcn, denihr der Künstler in die Hand zu geben pflegt, bedeuten können, wo-von sich aber schwerlich eine ähnliche Stelle dürfte anführen lassen.Hat keine von beyden Vermuthungen Statt, so bleibt nichts übrig,als das o-v^oy« für verfälscht zu halten; oder vielleicht hat man-?l7<-z,oi»c°;, oder wenn man von dem Zuge der Buchstaben noch wei-ter abgehen darf, Xlxvoxoyl«? oder x«^z>oyt«? dafür zu lesen. Dennder Korb, >^xvov, war allerdings das Kennzeichen der Ceres;
selbst ihr Kopfputz war öfters ein kleiner Korb, wie Spanheim(sä Lallimsebi Il^mo. in Lerer, p. 736. kclit. Lrn.) aus Münzenzeiget. Beym Montfaucou soll die eine Ceres aus den Handzeichnuu-geu des Le Brun (lab. Xl^IIl. 4.) vermuthlich einen dergleichenKorb auf dem Kopfe haben. Weil er aber ohne Zweifel nicht deutlich