Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
181
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Leben und leben lassen.

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Zweites Bruchstück.Nachdruck.

Daß der Nachdruck unbillig sey, daß der Nachdrnckcr sich schämensollte, zu crndtcn, wo er nicht gesäet hat, und der faulen Hummelgleich über den Honig der fleißigen Bienen herzufallen: wer leugnetdas? Aber was hilft das, dem Nachdruck zu steuern?

Freilich, wenn Deutschland unter Einem Herrn stünde, welcherder natürlichen Billigkeit durch positive Gesetze zu Hülfe kommen könnteund wollte!

Aber bei dieser Verbindung unter Deutschlands Provinzen, da diemenschlichsten das Principium haben, des baarcn (Selbes so wenig alsmöglich aus ihren Grenzen zu lassen: wer wird ihren Finanzräthcnbegreiflich machen, daß man allein den Buchhandel unter dieses Prin-cipium nicht ziehen müßte?

Sie sagen: Wenn ei» populärer Gcllert so allgemein gelesen wird:was für ein Recht giebt das seinem Sächsischen Verleger, die Bran-dcnburgischen und Oesterreichischen Staaten in Contribution zu setzen?

Als der Sächsische Verleger seinem Vccfasscr einen traurigen Du-catcn für den Bogen bezahlte: konnte er sich da wohl vorstellen, da-mit eine so wichtige .Kur erkauft zu haben i Warum sollen seinen un-erwarteten Wucher nicht Mehrere theilen?--

Drittes Bruchstück.Das Project.

§. 1.

Selbstverlag und Subscription bleiben.

s- 2.

Der Schriftsteller läßt auf seine Unkosten drucken; aber die Sub-scription geht lediglich durch die >>ändc der Buchhändler.

§.

Der Schriftsteller thut förmlich Verzicht, durch seine Freunde, dieleine Buchhändler sind, Subscribcnten sanimcln zu lassen. Es wäredenn an Ocrtcrn, die kein deutscher Buchhändler wohl ablängen kann,oder wo sich etwa Buchhändler sändcn, die aus bloßem Neide, weilsie nicht alles haben sollten, lieber gar nichts möchten.

§. 4.

Aber wie viele werden deren seyn, sobald der Vortheil, den sievon Einsamittlung der Subscribcnten habe», nicht beträchtlicher ist,als cr bisher gewesen. Und das soll er seyn.