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11 (1839)
Entstehung
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Leben und leben lassen.

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§- t^.

Was könnte denn auch gegen diese baare Bezahlung »och sonsteingewendet werden, da der Buchhändler nicht nöthig hat, sich miteinem einzigen Ercmplarc mehr zu beladen, als bei ihm besprochenworden? lind wenn ihm auch von seinen Knnden die Subscriptionin Präuumcration nicht verwandelt worden: welcher Kaufmann wirdnicht gern Geld nach Leipzig führen, das er mit 33 Procent wiederzurücknehmen kann?

§. 12.

Ware eS nicht vielmehr zu wünschen, daß sich der ganze Buchhan-del ans diese Art rcalisiren ließe? i?in großes, glaub ich, könnte dazubeilragen, wenn sich irgend Jemand eines Ankündigungs-Zourualsunterzöge, in welchem alle diejenigen Verfasser, deren Werke in demMeßcatalogo auf die künftige Messe versprochen werden, eine umsiänd-lichc Nachricht ertheilten. Line solche Selbstankündigung, in welchersich jeder Schriftsteller gewiß von seiner besten Seite zeigen würde,wäre gleichsam das Wort, bei welchem er künftig gehalten würde, undmüßte Liebhabern und Gelehrten wohl angenehmer seyn, als eine er-schlichene oder selbstgemachte Recension im Posauncnton, wenn dasBuch schon da ist, und so vlel daran liegt, daß eS mit guter Artunter die Leute kommt.--

Ueber die Ahnenbilder der Römer.

Eine antiquarische Untersuchung.1 7 6 9.

Äcr Herr Gchcimerath Rloy glaubt über die Ahnenbilder der altenRömer eine ganz neue Entdeckung gemacht zu haben. Da er indeßweiß, daß dergleichen Entdeckungen nicht leicht eines apodiktischen Er-weises fähig sind; so begnügt er sich, ihr den Namen einer Muth-maßung zu geben, der eS an einer schmeichelhaften Wahrscheinlichkeitnicht mangle, und empfiehlt sie der Prüfung der Gelehrten.

Ich denke, daß ich diese Prüfung vornehmen kann, ohne mich ci-

°) Die folgende» anliquarischcii Fragmente gab Eschcnlmrg aus LcssingsPapiere» im zehnten Theile der vermischten Schriften 1792 heraus.