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Ueber die Ahnenbilder der Römer.
Wen versteht Herr Rloy unter dem Worte, Edelleute? Entwederpstrieios, oder ooii!I<:5. Aber er verstehe diese oder jene; er hat inbeyden Fällen entweder eine Ungereimtheit, oder eine Falschheit gesagt.Eine Ungereimtheit, wenn er notiiles darunter versteht: denn die vo-diles erhielten nicht dieses Recht, sondern wer dieses Recht erhielt,ward erst, eben durch dieses Recht, novilis. Eine Falschheit, wenner rislrieiog damit meynt: denn nicht die pstrieii allein verwaltetenkurulische Ehrenämter; sondern eS kam bald die Zeit, als sie diese mitden pleliejis theilen mußten. Auch plelieji erhielten also das Rechtder Bilder, und wurden durch dieses Recht ooliiles.'
Doch, was halte ich mich hierbey auf? So unbestimmt sich HerrRloy auch ausdrückt, so leicht ist eS doch zu errathen, von was fürBildern er reden will. Er weiß zwar nicht recht, wen diese Bildereigentlich vorgestellt haben: denn er nennt sie Bilder, welche die, diein kurulischen Ehrenämtern standen, ihren Vorfahren aufrichten durften;und eS waren die Bilder dieser obrigkeitlichen Personen selbst. Erweiß zwar nicht recht, wem eS erlaubt war, diese Bilder aufzustellen:denn er sagt, den römischen Edelleuten, welche dergleichen Acmrcr be-kleidet; und er hätte sagen sollen: allen und jeden Römern, die zusolchen Aemtern gelangten. Aber das ist es auch nicht, waS er unsvon diesen Bildern lehren will. Was er von diesen Bildern weiß,und was bis auf Ihn kein Mensch in der Well gewußt noch ver-muthet hat, betrifft das Materielle derselben; ist etwas, das in dieGeschichte der Kunst näher einschlägt; und die Kunst ist es eigentlich,die so einem Antiquar am Herzen liegt! — O, das muß jeden Mannvon Geschmack freuen! Da stehen wir mit offnem Munde, vollerErwartung!
„Es wurden diese Bilder," fährt Hr. Rloy fort, „imagines, und„von den Dichtern oft cerse genannt. Man hat sie bisher allgemein„für aus Wachs bossirte Bilder angesehen; und ich habe keinen Schrift-„ steller gefunden, welcher sich eine andre Vorstellung davon gemacht„hätte. Gleichwohl glaube ich, daß man, nach einer genauern lieber„legung der Umstände, sie für nichts anders, als für Werke der cn°
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