Fragmcnt über die Zstschc Tafel.
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Tcr .Kupferstich des ?lcneas Vicus selbst ist bey dem Werke despignorius nicht befindlich. Frisnis aber hat ihn zu seiner Ausgabenachsuchen lassen und hinzugefügt; und zwar nach der wahren Größe;anstatt daß er beim Airchcr nur nach der verjüngten Größe vorkommt,in welche ihn Hcrmarr bringen lassen.
Von dein Gebrauche der Tafel sagt er Seite 13. ?u!t labulaliacc, nili mea nie süllit scnlcnlia, laers lioiriav lewuli slieujusmeiil'u, ciuae ex I^Iaerobio >^ I^esto aiae uulvinaiis loeo eiiil,i» l^u.i cuulao, tlinv» libaliones reooneballtur, ^ sseella prse-leren 6eo>um. I'uerunt I>ae menkue ^uamloszue aureae vel ar-^enleae; ^ c^uilkein inl'eii^lae ri^iucl t-iaecos, ut votiink ^ril'lolv-les A Valeiius I>Iuximus. 8<ilemne8 uienl'iis voeat Cicero.
Ueber ihr Alter erklärt er sich ausdrucklich nicht; er scheint sie aberdoch nur aus denen Zeiten zn halten, da der Jstsche Gottesdienst in»vom eingeführt worden, welches vor den Zeiten des Angustus nichtgeschehen war.
In seinen Auslegungen selbst hat er sich aller Muthmaßungen ent-halten; und, ohne zn bestimmen, was die Tafel überhaupt anzeigensolle, geht er bloß eine Figur nach der andern durch, und bringt dasbey, was er in den alten Schriftstellern zur Erklärung einer jedendienliches gefunden hatte.
2. Aircher ist weit kühner; und nachdem er der Tafel ein so ho-hes Alter hcigclcgt hat, als wir oben gesehen, glaul't er, nicht we-niger, als die ganze Theosophie der alte» Acgypter darin zu finden;wovon mau an dem angezogenen Orte von S. 80 bis 160 die wcit-läuftige Ausführung nachsehen kaun.
3. Montfaucon's Bemerkungen und Ncrmuthungcn über diese Ta-fel findet man in feiner ^vlilzuile expliyuee, Vol. I. p. 1.1^. II. <^!>. 6.
4. Schuckford handelt davon in seiner Ilitloire 6u moiille s«-oree et prvlane, l'. II. n. 304, in der französ. Uebers. 1^6« 1738. 4.
5. Warburton (Ll7iii luv les Ilieiogl. p. 294.) hält sie füreine Arbeit, die zu Rom gemacht worden. Dieses Vorgeben aber, sagtWinr'clmann, ° scheint keinen Grund zu haben, und ist nur zumBehuf seiner Meinung angenommen. Ich habe die Tafel selbst nichtuntersuchen können; die Hieroglyphen ahcr, die sich an keinen von denRömern nachgemachten Werken finden, geben einen Grund zur Behaup-tung des Alterthums derselben, und zur Widerlegung jener Meinung.
Die Tafel selbst ist ein Parallelogramm, in drei Felder vertheilt,wovon das mittlere das Höhcrc ist. Die Figuren, die viel Einförmi-
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