Kleinere antiquarische Fragmente.
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„Berichte iiialeleii, bildeten sie die Hellen einen großen Trachcn-Kopf,„mit sehr weitem Rache», darum mitten in der Glut, stunden der„Papst, Cardinal, Bisschove, Pfaffen, Mönche, Kaiser, Könige, Fnr-„sten, allerley Mann und Weiber, doch kein Jung Kind."
Gratiana le Wrtght.
So hieß die Englische Malerin, welche zu London 1664 den Prin-zen Ferdinand Albrecht von Brauuschweig und Lüneburg gemalt. Siescheint von Geburt eine Italienerin gewesen zu seyn, und die Frauvom Michael Wrighl, die er ohne Zweifel bey seinem ersten Aufent-halte in Italien gcheirathet. Es ist aber doch sonderbar, daß Wal-pole nichts von ihr weiß.
Weder Ghilini" noch Papadopoli" sagen etwas von dem Plagio,welches Tolcc an dem Camillo Leonardo begangen; sondern beyde zählenseinen IVallato ü'ollo (lemme nicht uutcr seine llcbersetzungen, son-dern unter seine eignen Werke. Er ist zuerst gedruckt zu Venedig 1666in 8. Ich habe einen spätern Druck ebendaher von 1617 vor mir.Camillo Massimi .
Ein Römer von Geburt, und Cardinal von der ersten PromotionClemens des X, im Jahr 1670. Er war einige Zeit NuntiuS inSpanien , und starb den 12ten September 1677. Er sammelte eingroßes Merk >Ie I?icluiis Velerum, für welches er alle llcberbleibselvon alten Gemälde» durch geschickte Hände in Wasserfarben genau ko<piren ließ. Einen große» Theil davon halte Pietro Santi Bartoli gemalt, besonders die Gemälde aus dem Nasonischcn Grabmales), dienunmehr bis auf wenige Stucke verschwunden, so daß man sich jetztnur allein aus diesem Werke des CardinalS Massimi eine» Begriffvon ihrem wahren Colorit machen könnte. Von den Gemälden in denRuinen der Bäder des TiluS fand er in der Bibliothek des ESkurialssehr schöne colorirtc Zeichnungen, die er copircn ließ und seinemWerte einverleibtes). Er besaß selbst vcrschicdnc alle Gemälde, dienach seinem Tode ln die Hände des MauiuiS Massimi seines Anver-wandten kamen, und die de la Chaussc siechen lassend). Die ganze
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