Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
220
Einzelbild herunterladen
 

224

Kollckianeen zur Literatur.

sagt nicht völlig recht: mociiee tumeliant; ob es schon wahr ist, daß

die Brüste allerdings nicht zn stark seh» mußten, wenn sie schön seyn

sollten; sie senkten sich nur ein wenig. ^-^« ist das Adverbium von

ciuic:tus; denn sie waren unterbunden, mit der Zona, welche

zugleich das Kleid zusammenhielt: ^ o-^^a^o^,?« i-o-v? /-.«^o-v?

««l rov x^^» kx?»klkv. Doch, ich möchte fast zurücknehmen, was

ich hier geschrieben. Die sich senkenden Brüste können auf keine Weise

schön seyn; hingegen wohl das klare pspillas. Also mag auch wohl

die Zona nicht unter, sondern über die Brüste sehn gebunden worden.

Mit dem eigentlichen Namen hieß diese, ssl'ela ueekorüliZ, <^5->ö-?,,i.o?

oder ^I--o-,^?. ?o <^A>c>? heißt eigentlich der obere Theil der

Brust, woran die Brüste sitzen; der untere heißt ^»o,', obschon

Achilles selbst /^o-, r-ov sagt. Eine Stelle des AristanetS,

die ich in den Auszügen aus diesem anführe, zeigt auch deutlich, daß

die Zona über die Brüste gebunden wurde.

>?

I^ili. II. p. 66. Ein Beweis, daß man einzelne Stellen aus demHomer kompouirt, und sie in die Cithcr gesungen hat. Leucippc

nämlich ^tz^o^/l^v ^'crkv ^(Z/^^o^> rizv ?(>o? rov XkM'r« crvo?

rl, «ce^ r^z «^ll?^? /«.ovcr-iz? k).i^ai^ki>' ^o<^o?'^>«i> k^M cl >/<r/i.<«.

3.

1^. II. n. 86. wird ein Halsband von farbigen Steinen unter demBrautschmucke der Kalligone beschrieben: -rk,»6ki,«lc>v Xl^i^v »otxl->»>^. Dieses Halsband bestand ans drei Steinen, einem Hyacinth,einem Amethyst, und zwischen beiden einem gemachten Sardonyr. Aondem Hyacinth heißt cS: tzoöov -y'v -V k,iI>u>. So einen rothen Steinwürden wir jetzt eher einen Granat nennen; unsere jetzigen Hyacinthemüssen ins Gelbliche fallen. Von dem Amethyst: i-rc-c-^^tz-^o ^o-unc-i.-o'o'll ^<7lm>, er röthcte mehr als Gold. Es ist bekannt, daß dasalte Purpur ins Gelbliche siel; und es giebt auch weißlich-gelbeAmethyste, obgleich die Hauptfarbe violet ist. Den mittclsicu Steinnennt zwar Achilles Tatius nicht Sardonyr; aber eS war docheiner, nud zwar ein gemachter. Er bestand nämlich aus drei Steinen,rizv k'-raX^vt, die der Farbe nach mit einander abwechselten,

aber doch «r-v^t^-vo-, waren, in Eins zusammengesetzt, so, daß«tz-izn'i? -ro-v ^lrS-on, oder die Grundlage, schwarz, -r-> ,<-.-crov cr^,»«weiß, der übrige höchste Theil aber -/-.^i-i-l» xvlz^-xov^kvov war.Denn so, glaub' ich, muß es heiße»; nicht, wie gedruckt ist, ^iii!,>i^von -r^tzl-o?, fucrrolh. lind alle diese drei Steine zusammen stelltenein Auge vor. Diese Stelle erläutert vortrefflich die Geschichte und