Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
225
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Kollektanecn zur Literatur.

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Zlkari. Dieß hielten die Alten für das kleinste von allen Thie-ren, xizgu ^I'kroll sr«^-a^o^i.kV!o, wcrsrktz ^M'zv öiz öoxk-. c^c-xr^ov kiv«-, 7-/»' icavriov, «x«^t,

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sich in allem Wachse und Holze. Wie viel unendlich kleinere habenuns die Vergrößerungsgläser entdeckt!

Ar'roases. Eine Art von Vorlesungen oder Reden bei denAlten. Wie ihnen mit Nutzen und Anstand bcijnwohncn, davon han-delt Plutarch in seiner Schrift -r-^-, ro^ «--^-v-»'. Die Philosophen,die dergleichen hielten, tadelte» und straften ihre Zuhörer namentlichso tapfer, als es stch wohl wenige unsrer Kanzelrcdner jemals unter-stehen dürfen. Gleichwohl finde ich nicht, daß man ihnen ein Verbre-chen daraus gemacht hätte. Vielmehr lehrt Plutarch , wie stch dieZuhörer auch in diesem Falle aufzuführen; und man kann nicht ohneBewunderung lesen, welche Mäßigung er auch sogar demjenigen Zu-hörer anrälh, dem der Philosoph unverdienter Weise den Text gelesen.Auch von diesem verlangt Plutarch , daß er geduldig bis ans Endezuhöre, und fich erst nach der Rede bei dem Philosophen vertheidige,

mit Bitte, 7^ Zk«ytz^c7l«?' kxktVTZ?- xcll 70V rovov w V^IV «kXtz^a^«v^M', 6l? «>^^u? «,u,a<>ravo/lki'i>iv HZiiX«i7-lV: u>. lillCI latelll

reliielienilenili ittam »lczue veliemevliam, <^ua ai^veitu» ls nunekuil utus, »il arguevllum ali^nvij vore peecslum relervek.Ohne Zweifel haben unsre Prediger mehr Beruf, von dem Lebenswan-del ihrer Zuhörer zu sprechen, als die alten Philosophen hatten.Gleichwohl dürfte man den, der da rathen wollte, sich gegen einenschmälenden Prediger eben so zn verhalten, als Plutarch es gegenden Philosophen verlangt, sehr auslachen.Was kümmert das denPrediger, wenn cS anch wahr wäre?" sagt man: das ist, wir hörendie Predigten unendlich weniger in der ernstlichen Absicht, uns zubessern, als die Alten die Akroascs ihrer Philosophen. Es wärealso die Frage, ob man die namentlichen, persönlichen Bestrafungender Laster den Predigern so schlechterdings verbieten sollte?

Leo Äaptista Alberti. Oder de AlbcrtiS. Näher giebt'cher ans seinen Währmänncrn die Lebenszeit dieses verdienten Man-ucS nicht an. Sonst habe ich zweierlei noch anzumerken. I. WennIöcher sagt, daß seine Bücher 6e lie HeMealoria erst nach seinemTode 1485 herausgekommen wären, so ist das so ausgemacht nicht;da verschiedene versichern, daß er sie selbst 1481 herausgegeben habe.