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Kollektancen zur Literatur.
man nämlich nicht sagen könne, daß die ersten Brillen aus dem Steinedieses Namens gemacht worden. Und er fährt fort: liekpona'on potelt,cziioll, ouni I!orvllu8 Inöieus lit Ia^,i5 luoiclus, oomeo ejus jiaulla-tim oommuviesri eoepeiit aliis corporilius lueiclis, et primo6em orvttallo, poktes vitro, tsvklemli»e eliaiii conspicilli», c^uockex utr-x^uv msteiis tierenk. — Vielleicht daß auch der medicinischeGebrauch des Berylls, wenn er pulverisirt ist, wider mancherlei Au-genschädcn, zu dieser Uebcrtragung seines Namens auf die Brillen-gläser etwas beigetragen hat.
Bernstein. Die natürliche Beschaffenheit desselben s. bei denNaturforschern, deren Beobachtungen ins Kurze gezogen Vogel infeiner Mineralogie, S. 327, liefert. Nachzulesen ist auch I». ^. //ar/-Ililloria Succirii pruMci, Lerol. 1699. 4. — In sofern erein Körper ist, den die Kunst auch bearbeitet, merke ich nur an, daßder trübe und undurchsichtige gelbe Bernstein klar, durchsichtig undweiß gemacht, geschmolzen, und auf allerlei Art gefärbt werden kann.„Es ist dieses, sagt Vogel, eine sehr alte, aber geheime Kunst, welchenur wenige verstehen." (Er citirt dabei seine lul'liiull. Lncm. H. 668.)„Ein Bcrnstcinarbcitcr in Königsberg, Christian Parschin, hat,vermöge der Durchsichtigkeit und wcisscn Farbe, die er dem gelbenBernsteine zu geben gewußt, im I. 1691 zuerst Brcnnspiegcl undBrillengläser daraus verfertigt. (S. Brcsl. Versuche, VII. S. 116.)lind ein vortrefflicher Künstler in Brcslau, Gott lieb Samnelsen,hat beides gekonnt, und nicht nur künstliche Edelsteine, Ohrgehänge,sondern auch Brillen, Vergrößerungsgläser, Prismata, Brcnnspiegel,u. dcrgl. daraus gemacht; wie solches in den BrcSlauischcu Samm-lungen erzählt wird." (XX. Versuch, S. 642.)
Das beste Werk, das vom Bernstein geschrieben, ist Dr. Ratha».Scndels Elektrologie, die in drei Theilen zu Elbingen , 1725, 26und 28, herauskam.
Bibel des Raphael. So heißt die Geschichte des alte» Te-staments, welche dieser große Künstler an dem Gewölbe eines offenenGanges im Vatikanischen Pallastc, theils selbst gemahlt, theils nachseinen Zeichnungen ausführen lassen, und die Santo Bartoli inKupfer gestochen hat. — Wiukclmann hält cS für eins von denenWerken, nach welchen sich ein junges und unvcrwLhiilcS Auge ambeste» bilden könne. (Empf. d. Sch. S. 16.)
Eben diese Gemählde habe» auch SixtuS Badalocchio und