Kollcktanccn zur Literatur.
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Aon dem Leben des Bernini, wclckics der Abt de la Chambreherausgeben wollen, s. unten im Art. Mahlerei.
Beryll. Brürkmann beschreibt ihn, als einen durchsichtigen,blangrünen oder meergrünen Stein, und setzt hinzu, daß die, welchedas wenigste Grün bei sich haben, oft so schön und feurig sind, daß,wenn sie recht rein und gut geschliffen worden, man sie verfaßt fürDiamante halten sollte. — Und PliniuS: probaliMmi lunt ex^ui vii'i6ilatew puii maiis imitanlur; proximi, n^ni voeantur cl>>^-tuber^IIi, et lunt vaullo pallilliores; l'e6 in aureum oolorem ex-euule sulgore. — Sonach weiß ich gar nicht, wie Dinglcy sagenkönnen, daß der Beryll roth, gelb oder weiß sey. DaS heißt, geradedie vauptfarbe vergessen, und nur diejenigen Farben nennen, in welchedie schlechter» Arten des Berylls hinciiispielcn.
Beim Theophrast kommt der Name Beryll nicht vor. lindwas Ricol (d. llcbcrs. S. 121), sagt: „er wird Beryll genanntvon der Gegend, wo er wächst;" davon kann ich auch nichts in Er-fahrung bringen. Ich wüßte kein Land, auch keinen Ort, der so hieße.Richtiger sagt wohl ZsidoruS (Oiix. I.. XVI.) ,,IZei^IIu8 in Incliaxixnilui-, gentis suae /»lAun nomva iialiens." DaS heißt aber nicht:genlis l'uae nomen Iialiens.
Noch weniger versteh ich, wie Woodward in seinem klellm-l ntl^llils (beim Johnson) sagen kann: .,ll>e Ijer^II ok our lapiilLriesis vnl)? a line 5ort »k coroelian, ol a moie llcep liiiglil reil,lvmelimes vritli a oast vk z^ellovv, giul mors tiaiil'uareut tlian lliecuwmaii cornelian.
Die Jtaliäncr nenne» den rechten meergrünen Beryll n<v/»kr »,a-Daß sie aber, wie van Boot sagt, alle Crystalle, <z»i m»l-linliei snKuIorum rellexu ali«^uos colores vilienlui' in l'v Ii»I)ere,Berylle nennen sollten, davon will de La et nichts wissen. Indeßmag Diugley diesen Glauben wohl gehabt haben. Und nur indiesem Verstände hat er sage» können, daß der Beryll derjenige Steinsey, den die Alten am meiste» gegraben,
DaS Buch des Kardinals Nikolaus de Cusa t/e /?e--t//o, wel-ches Käst»er anführt, wird wohl nicht von dem Edelsteine diesesNamens, sondern von der Brille handeln, wie aus der beigebrachtenErklärung des Kardinals deutlich genug ist. linser Wort, Brille,kommt auch wirklich von dem barbarischlatcinischen /5e,'-'//,<« her, wel-ches, wie Wachter sagt, so viel als ^e,-//««//«,» ist. <^u-»eiilurnulem, setzt er hiiiju, uiitlo ^aliiio-Ijarliaii!; Ine iiAinliealu-i? da
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