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Kollektanccn zur Literatur.
nach dem Misson (1'. II. p. 168.) auf der Nase des Fechters dieAufschrist- ^ll<5l«; ^oc?^-o^> (nicht/ wie dort verdruckt ist/ ^o-o-^o^)zz<xk-5ios -'-ro^, befinden soll- so gestehe ich/ wird mir bange/ ob dieBasis zu der Statue gehört. Denn es giebt in der Villa Borghcscso unzählige Werke/ wo beidcS/ die St-tue und Basis, zwar alt/ aberim geringsten nicht eins für das andre gemacht gewesen, sondern nurso zusammengebracht worden; und die BascS haben daher fast immerInschriften/ die nichts weniger als zu dem gehöre»/ was sie tragen.
AuS dem Sandrart führt Havcrkamp in seiner Vorrede zumManilli folgendes an: Inter Iota celeberrimi !iuju8 loci recevletKanck'a^,-« kelieitalem illam, ezuod, cum elsocloient iliie pro ex-oiilio operis, noliililllima invenla suerit Oalua t!Ia>Iiatoris, inpUAllam waximo impetll proourreiilis.
Herr Hofcath Hepne war cS, der gegen meine Deutung des Bor-ghesischen Fechters in den Göttingischen Anzeigen erinnert hatte,daß ich den Borghcsischcn Fechter mit einer Statue in Florenz ver-wechselt hätte. Auf meine Antwort hierauf in den AntiquarischenBriefen erklärt er sich dcSfallS dahin, daß er nur damit sagen wol-len, die Stellung des ChabriaS bei dem NcpoS passe eher auf denMiles VclcS zu Florenz / als auf den Borghcstschen Fechter. Unddiese» kann ich ihm zugeben/ ohne daß ich deswegen beide Statuenverwechselt haben muß.
Ich habe schon erklärt, daß ich selbst an meiner Deutung zu zwei-feln anfange. Jedoch nicht aus Gründen, die mir noch zur Zeit andreentgegen gestellt haben. Auf diese <ieße sich noch zur Noth antworten.Z.E- Herr H. Henne sagt: die auswärtige Richtung des Kopfes undder Augen an dem Borghesischcn Fechter schicke sich nicht für die Stcl-lung des ChabriaS , indem er zweifle, ob die Spartaner damalsPfeile gebraucht, gegen die sich die Truppen des ChabriaS von obenher zu schützen gehabt hätten; wenn man aber auch dieses zugebenwollte, so wäre sodann die Kalla projevla unnütz, die sich auf einenAngriff in der Nahe beziehe. Ich antworte: cS durften eben nichtPfeile seyn/ gegen welche sich die Athcnienscr von oben her zu verthei-digen hatten. Die gestreckte und niedrige Lage, welche ihnen Cha-briaS vorschrieb/ crfoberte den aufwärts gerichteten Blick auch gegenden anrückenden Feind/ welcher einbauen will. Besonders, wenn cSReuter gewesen wären, welche zugleich mit hätten einbauen wollen.Und die Spartaner bedienten sich der Meuterei damals allerdings schonmehr, als in den ersten Zeiten ihrer Republik . Folglich wäre nunauch die projecls Iialta mit dem crhöhcten Schilde nicht im Wider-