Kollektanecn zur Literatur.
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Cardan hatte einen Roman, oder Fabelbuch, über welchem er,wen» er cS laS, sofort einschlief. Er gedenkt desselben an verschiedenenOrten, und </e ^!e,. i^a--. e. 46. macht er cS sogar namhaft: Lxocum auuic, pul^piiili Iiil'tol'iam, l'latim clorruio. Ob dieser Romandes PolvphiluS sonst bekannt ist?
Thom. Ceva. Dieser italiänische Jesuit, welcher 1737 starb,war ein eben so großer Mathematiker als Poct; und wahrer Poet, nichtbloß Verfifikator, wie sein lateinisches Gedicht: ?uer ^elus, in neunBüchern, beweist, welches er selbst eher für ein komisches Heldengedicht,als süc ein wahres episches Gedicht, angeschen wissen wollte. — EineLobrede auf ihn findet sich im 44sten Bande der kaccolt-, «Z'OvulcoliLoientillvi e ^iloloßici, von dem Jesuiten Guido Ferrari, answelcher ich folgende Stelle, eine mathematische Erfindung des Cevabetreffend, nehme:
.,<)uemsllmoclum poLIis vulcliciiimae selieilümae^us imsgiaegincitluot inopioalc»^ ^uamc^ue minime aulis tewpoiiuuü; illeimprovito alseezuehatur imveiu liislieillimarum ratiouos rerum.Lxemvlo lit ioventum, czuo lieet jaru meetignlee lriksriam triaa-xulum nartiri peri:owmo6e, opere<zue perlzusm vuilo et limpliei.<)ua <le eauli» msxims ett ei laus trivula a Iilerali8 viiis. luviiiit,illi dario lauilem novilis e Lallia klatliemalieus, Ma,c/iiotatus, livro eclilc», e^uo le auelorew praeelari ioveoli kaeieliat.8ell nolals etc in ^etis Venelis Levae eäilio anriis <leveru sute-iidr. Leterum ea illi praeler opiniooem res ceeiclit, cuin urdeiuciroumiens osl» oeulos »6 pervetul'Iae ouju5<lam januao I'unerei-liuni couveitill'et, ut t^wmetriitm univerl'am »vl'ervaret."
Ich wünschte sehr zu wissen, wie diese alte Thür, die ihm zu derErfindung Gelegenheit gegeben, wäre beschaffen gewesen. Auch ist die-ses ohne Zweifel ein Exempel, daß zwei das Nämliche erfinden können.Denn es ist mir nicht wahrscheinlich, daß der Marquis de l'HospitalcS dem Ceva sollte abgestohlen haben. — Das nämliche Problem meintohne Zweifel Leibnitz in einem Briefe an Magliabechi , vvu.5. V. p. 112. _
Chabrias . In dem Münzkabinette des Hrn. GcnerallicutcnantSvon Schmettau befindet sich eine alte Münze, welche der Besitzerfür auf die bekannte That des ChabriaS geschlagen hält. Die eineSeite zeigt einen nackten Krieger mit Schild, Helm und Lanze; er liegtauf dem rechten Knie, das linke vorgesetzt, und mit dem großen runden