Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen
 

Kollcktanccn jiir Literatur.

267

Guido de Columna . DaS Gemählde/ welches er in seiner////?a-'-a ^» ^N-IN von der Helena macht/ hat mit Ar tost'S Be-schreibung der Alcina so viel AchnlichcS, daß es das Urbild derselbenkönnte gewesen seyn. ^. K. L. in seiner Helena Meoelsi (SeleelaluU. et liier, contmuglg, p. 243.) hat dieß bemerkt/ aber mit einerUnrichtigkeit in der Note k, wo man anstatt des DiktyS KretensiSden DareS PhrygiuS setzen muß. Denn nicht jenes/ sondern die-ses lateinische Uebcrsetzung wird dem Cornelius Ncpos zugeschrie-ben. Eben daselbst wird eine deutsche Uebcrsetzung deS Guido vonDavid Förtcrn angeführt/ die zu Mümpelgard, 1599, 8. gedrucktworden. FabriciuS scheint in der IZililioll,. k^at. mecl. aevi, 1^. III.u. 1132, keine gekannt zu haben, die wirklich gedruckt sey, indem eraus dem Lambeccius bloß die prosaische und poetische anführt, diein der Wiener Bibliothek in der Handschrift liegt. Ob das alteWerk, welches ich besitze: Die Hystori von der ersterung derhochedelnschönenko st lichcnundgroßmechtigen statt Troya,gedruckt zu Straßburg , 1499, in kl. fol. eine Art von UeberfttzungdeS Columna sey, müßte die nähere Vcrgleichung zeigen. ES sängtmit der Geschichte eben da an, wo DareS Pbrvgius anfängt, er-zählt aber die beiläufigen Geschichten, z. B- deS JasonS und derMcdea, viel umständlicher.

Conclamatio. Außer der militärischen Bedeutung, welchediese» Wort hat, versteht man auch darunter dasjenige Geräusch undGctbne, welches die Römer bei ihren Todten auf Hörnern und Trom-peten, von Zeit zu Zeit, bis zur wirklichen Bestattung derselben ma-chen ließen; sowohl, wie Hygin sagt, um die Anverwandten und Be-kannten des Verstorbenen dadurch herbeizurufen, und sie sehen zu las-sen, daß er natürlichen TodcS verblichen sey; als auch, wie Serviusanmerkt, im Fall die Seele den Körper noch nicht wirklich verlassenhätte, sondern nur in Betäubung läge, sie wieder zu ermuntern, da-mit nicht, wie schon geschehen war, ein Lebendiger für einen Todtenauf den Scheiterhaufen gebracht würde, wo er durch die Heftigkeit deSFeuers nicht eher wieder zu sich käme, als bis er nicht mehr zu rettenwäre. Dom Martin hat diese Conclamation auf einem BasreliefdeS AntiquitätensaaleS im Louvre bemerkt, und sie am umständlichstenund besten erläutert. Daß aber nicht allein die Trompete (tub-,), de-ren in der Stelle deS HyginuS gedacht wird, sondern auch dasKrummhorn, welche beide Instrumente auf dem Basrelief zu sehen,dazu gebraucht worden, beweiset Dom Martin aus einer Stelle desLeslings Werk« xi. 1 ?