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Kollcklaneen zur Literatur.
schcn Fabel einziehen solle, culiieulum puelnris genannt, indem Varrovon einem sagt, oder sagen läßt: Ilic ellcliiium muliorsvit; Iiiv :»tme 6eoa scivlelceulem oudivulum siuilm-is piimiis jxilluit. Sohat Mcrccrns in seiner Ausgabe des NoniuS (der besten und sel-tensten, l'-»-!!'. 1614. S.) die Worte dcS Varro nach seiner Handschriftabdrucken lassen; und so, glaube ich, lautet sie auch Wort sür Wortin unserer Handschrist des NoniuS. Aber in seinen Noten meint er,daß sie ungefähr so müsse gelesen werden, oder gelesen werden könne:Ilie elsoolum muüeravil: kio <Zg»)>meilec> !><lolel'ccnti cnbieulumpuilorig primus ^vlluil. Aber warum nicht lieber anstatt ellueium,e^/.ein,n, welches der Handschrift noch naher kommt? Doch sev esmit dieser und der übrigen Verbesserung, wie cS wolle; waS diese Stellefür mich beweisen soll, das beweiset sie in allen Fällen.
Farben. ES hat seine Schwierigkeit, die Namen der Farbenaus den alten Sprachen richtig zu übersehen; besonders die, welchekeine Grundfarben anzeigen; z. E-
(wovon ^'«^lo? oder «^«,-0?). Nach dem HesvchiuSsoll eS sevn: ktöo? x>Z^.«,<no? o^«,-o-l6->;, lpecies eolnris «»ge^ulea;das wäre also himmelblau. Nach dem EustathiuS hingegen,-lö->'? Xtz---.^«rc>s ^«vo?. Doch seht er hinzu, so wie der Himmel,wenn er gänzlich «^>xt>,<>? scv- Beides wüßte ich nun nicht besser imDeutschen mit Einem Worte auszudrücken, als durch grau. Dochdürfte blau auch wohl eben so gut seyn, weil das Dunkelblaudoch ins Schwarze fällt.
^o»^c>?, gelb? llavus, i'ulus.
blümerant ist vom Französischen i/eu m<,»,-a»t, bleich blau.
Färse. Eine Komödie, die bloß Lachen erregen will. Wir müs-sen dieß fremde Wort wohl schon brauchen, denn unser Possenspiclist mehr ein Schimpfwort, als daß es eine besondere Gattung der Ko-mödie andeuten könnte. Aber, wenn wir cS brauchen, müssen wirnicht Farce, sondern Färse, schreiben, damit es weniger Französischaussehe, und wir nicht auS der dritten Hand zu borgen scheinen, waswir so gut, als die Franzosen , aus der ersten nehmen können. Den»eS kommt ohne Zweifel, vermittelst des Italiänischen Fn-/a, welcheseben das bedeutet, von dem Lateinischen:/a^cio, /a^/um, und drückt,wie das Wort Satu?«, eigentlich einen Mischmasch von Allerlei aus.Das Wörterbuch della Crusca leitet indeß das italiänische Wort/'«^/»von dem griechischen -^o-o? Her, welches (von v«tz->?, ein Mantel,