Kollektanccn uir Literatur.
Söl
menS von den Italiäncrn ,/ T'k-c^/co genannt. Er hieß eigentlichKraft, und war aus Danzig , ein Schüler von Nattern, der seinerin der Vorrede gedenkt.
VII. Wie die Arbeit der ältern und neuern Künstler zuunterscheiden ist.
Winkeln, ann sagt in seinen Erinnerungen über die Beobachtungder Werke der Kunst, in der Bibl. der sch. Wiss. B. V. S- 12:„Die größere Glätte an Figuren tief geschnittener alter Steine ist„nicht das Geheimniß, welches Maffei (»^on» -tt»/,?-. p. III. o. 7.„p> 2t!9,) der Welt zum Besten mittheilend entdecken will, wodurch„sich die Arbeit eines alten Künstlers im Steinschneiden von den Neuern„unterscheidet: unsre Meister in ihrer Kunst haben die Glatte so hoch,„als die alten, getrieben. Die Glätte der Ausarbeitung ist wie die feine„Haut im Gesichte, die allein nicht schön macht." — Die Stelle des„Maffei ist folgende: l^elle nielre mesvale, ollro sl uilegnc» c6nll» oole rspnrelonlalo, o olll'o al eoloi'e e yuglilü clella pielral'lells, o'i: ur> ßiuc!i/.io eei'Io per liislioguere il moilerno lisll'aiilico.l!,.in texi-ela no vie» sallo cla ^ualclio ^nli^usiio, eliv lo sü: ma»oi e>vlligmo all'iaeontio elker Iieno lli sai' nulilieo, c^uinilo <:uol'livile, lullo cio, clio n»<> lei vüe a (leluller I'imnoslure v lasittile. 8iccomo silunciue lo pieti'e iluio von li pollono lavoi-si'e,'Iie eon la ruals. o la ruola nan lioulisee; e liecome eonvien>Ii>o, clio in oi» maniera avelkei' gli iwtieln, riliuisa ineognila a'iiallil; eosi i mollcini I.ivvii nnn I>snno msi il oamno luoitlo <z»(!>Io, come c^uei cle' liomimi e lls'Kreci : lalelie oeeüio pratieo,Iieiielio luftro vellclse il sondn, e lo saeee, «lal noa cll'el' peiouersellamenlo lisee. e uzuali, o vil^i-anti, eolio5eeiü coo lleurez^a,ollv il per,.n »on v .inlico. —
Winkclmann könnte bei dieser Widerlegung des Maffei nurhalb Recht haben. Nämlich, wenn schon auch neuere Künstler ihreWerke in der Tiefe eben so vollkommen glatten können, als die alten,und es daher nicht nothwendig folgt, daß jeder Stein, der diese Voll-kommenheit hat, deswegen alt sey; so ist doch da§ Gegentheil als eineziemlich zuverlässige Regel anzunehmen, daß nämlich diejenigen Steine,welche in der Tiefe wenig oder gar keine Polirung haben, eben dahernicht für alt zu schätzen sind. Dieses vollkommene Policen verstandenin den neuern Zeiten nur die beste» Meister; bei den Alten verstandenes alle; cS war bei ihnen kein Geheimniß. Dieses erkennt man daraus,weil sich Steine von sehr mittelmäßigen Künstlern finden, die plump
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