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11 (1839)
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Kollektanccn zur Literatur.

Der Erfinder dcS hellenistischen Dialekts, in welchem dasNeue Testament geschrieben seyn soll, war I. I. Skaliger, in den^vimaitverll. iu p, 124. Diesem folgte hierin Daniel

Heinsins, in s. Lxcroitt. r>tZ ^Vo,!,-,i,n, welchem GrotiuS, Rich.Simon, und andre, beistimmten. Dieser Meinung aber wider-setzte stch aus allen Kräften Claud. Salmasius in s. t!owmenla-rio 6e liugua Ilelleoittica, seinem dunere Ilellenittieo, und seinemvssilegio, in welchem letzter», S. 387, er den Joh. Drnsius fürden Erfinder dieser Meinung angiebt. Diese Werke des Salmasiusverdienen sehr, daß ich sie mit Fleiß einmal lese, besonders das erstere,in welchem er von den griechischen Dialekte» überhaupt handelt.

Hermä. So nennt man alle viereckige sieinerne Pfeiler, obenmit einem Kopf; der gemeinen Meinung nach, weil dem Hermesdergleichen zuerst gesetzt worden, zum Andenken dessen, was ihm ausdem Berge Chilene von den Söhnen des Chorikus widerfuhr, dieihm die Arme abhieben, wovon sowohl der Berg seinen Namen, alser seinen Zunamen, Cyllcuius, bekommen haben soll. Kei-v/n«k i>A. ^eneilZ. VIII. V. 138: blicke et iule (Ü^IIevius, et monselicunlui-; oamezuo xrsecv -.^Xo-u?, oliczua mulilalos ^arle coi^o-ii8 llicuol; volle eliam vocoinuz kjuosäai» 1"l!mulys in

mo6uni kignorum, kine msviuu8. Andre geben eine allcgc-rischc llrsachc an, warum dem Hermes dergleichen viereckige Steinegesetzt worden, die mau, in so fern man unter ihm die Sonne vcrstanden, beim Makro biuS (Sn/«--»n/. I. 19 ) und, in so fern manihn als den Gott der Rede betrachtet, beim SuidaS angemerkt fin-det. Dieser sagt unter Ly/-,'?''' i'irywz-uvov «^r<z^ ,<,to^<7i, öi«^ ?-iZi-or?rci rov w^Aov; >,c>z>c>v, uroiiler verilalis li, inilalem.Doch Herr Winkelmann, welcher solche viereckige Steine mit einembloßen Kopfe für die ersten Versuche der Kunst ansieht, (Gesch. derKunst, S. 7.) meint, daß sie ihren Name» von dem Volte Her-mes nicht hätten bekommen dürfen, da überhaupt im Griechi-schen ein großer Stein heissc, wovon die Beispiele beim SuidaSzu finden.

Aber warum schreibt Herr W. beständig: die Hcrma; eineHcrma? Er hat ja wohl nicht den geringsten Gründ, c§ im Deut-schen eines andern Geschlechts zu machen, als es im Lateinischen hat.Ilermse ,»i ^«-»/ckc«, schreibt Cicero an den AttikuS, (I.. I. e>>.8.) eiiln ea^ililius geuvis, ele «iuil )U8 acl nie seiil-liNi, jaw vuneine »clmucluin tleleelsot. ES ist sehr iiuwisscnd, wenn verschiedne