Kollcktanccn zur Literatur.
„Natur, welche er nach seines Meisters Tode machte, wird von Nic-„ma»d bemerkt. Ein andrer verdienter Bildhauer ist noch weniger„bekannt; er hieß Lorcnzo Ottone."
Man sehe sein Leben beim Lasari, k>. III. Vnl. I. ji. 13»>. —Und was mir ihn am merkwürdigsten macht, ist dieses, daß er, nachLasari'S Erzählung, der erste Rcstauralor alter verstümmelter Sta-tuen gewesen ist. — Er war ein Florentiner von Geburt, und starb1541 im 47sten Jahre seines Alters.
M.
Macavonische Poesie. 5er Urheber derselben war, wie be-kannt, Trofilo Folcngo, der seine Erdichte unter dem Ramcn^/e^/«ius t.'<,<-ct/'tts herausgab. Ich besitze davon die Ausgabe: Ve-»etii5, -zpuä Ijevilaecjuain, 1K13, 12. Folcngo starb 1544.
In Frankreich machte ihm diese Art von Versen ei» gewisser An-toinc Arena nach, von dem einiges 1537 zu Avignon mit gothi-schen Lettern ist gedruckt worden. Dieser Arena starb in eben demJahre, in welchem Folcngo starb. Siehe von ihm die ^'ai/.eii/e-iEins von seinen Gedichten ist über das Tanzen.
Unter des Folengo Nachahmern in Italien ist auch Cäsar IIr-siuus, gebürtig von Ponzano im Gcnncsischcn, der zu Ansänge dessiebzehnten Jahrhunderts lebte, und bei dem Kardinal Bcvilacc>na^clrclär war. Er gab unter dem Namen: ^/n^//?,'t >'/<^,-'»« <.'u-Iiiiccia I»!».arol>il:a heraus, deren Ausgabe, Vcn. 1<i53, kl. 12. ichbesitze. Diese sind, glaub' ich, viel seltener, als die Gedichte des Fo-lcngo, welche öfters, und auch in Deutschland , sind nachgedrucktwordcn. Erst liefet man acht hcrametrischc Gedichte, die ^/«c»,o,ie»überschrieben sind. Das ersie, 6e malitiis ?u>-»iarurii; daS zweite,<Ie aite roliliaulli; das dritte, clo laulZilius ignoranlise; das vierte,>1e lauelilius pa-xiae; das fünfte, <Ze Iau,Iivu8 Iioliae; daS sechste,«Zv Inuöilius amliitionis; daS siebente, xaltam lios-un a mililo inler-seelam llo^ilorat; daS achte, conlenlio Iiium poLIarum: !>'i^^i, 1>ei-tolili, et Diia-Iis. — Hierauf folgt ein Buch Epigrammen, und einBuch Elegien; endlich ein Anhang von Epigrammen, die zu dieserAusgabe hinzugekommen sind.
Auch die Deutschen haben sich in der macaronischcn Poesie ver-sucht. Eins von dergleichen Gedichte» ist die FV</-<r, welches zu Endedes 15teu uud in der ersten Hälfte des 1<!tcn Jahrhunderts sehr oftist gedruckt worden. Die erste Ausgabe, die ich kenne, ist von 15^3