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11 (1839)
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Kollcktaneen zur Literatur.

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welcher ihm über die linke Schulter auf dem Rucken hangt, merktMaffei an, daß Jnl. Cas. Skaligcr (ich vermuthe über ^/«c?-oS.1^,, I. ^nlurnal. e. 17.) angemerkt habe, es sey ihm und der Dianaallein erlaubt, ihn so zu tragen, und sonst keinem andern, weder vonden Gottheiten noch Rymphcn, die ihn immer an die Seite gegürtethätten. Ist das wahr? und woher hat es Skaliger bewiesen?

Magnet. Der äußerliche Gebrauch des Magnets gegen inner-liche Krankheiten ist keine neue Erfindung. Athanas. Kircher sagtschon in seinem Werke, 6e ^rte klagnelica, 1^. III. i?. VII. (in welchemganzen Theile er den 'la^^u.«z^t?.^ov abhandelt, worunter er aberdoch mehr die magnetischen Kräfte der Arzneien, als die Arzncikräftedes MagnetS versteht,) lüap. I. p. 63 t:I?x collc» getlatug ülggnegsualmui» l'anaio, i>v oorvorum <Ic»Ior<:8 eompeleere, mauuczuv cle-tenlus i>art»m aeoelerare ^erliivelui'." Der austrocknenden Kraft,welche er mit dem Eisen gemein hat, nicht zu gedenken; denn dieseäußert er entweder äußerlich gegen äußerliche tlebel, oder innerlich,pnl^crisirt genommen, gegen innerliche.

ES ist aber ThcophrastuS ParacclsuS der eigciuliche erste Er-finder dieser Kur, durchweiche jetzt (1769) MeSmcr in Wien so vielAussehen macht. Er handelt von den Kräften des Magnets , in derSammlung s. Werke durch ^»/i<i,i,i<?m //it/ei'i-m, (Slraßb. 1L16fol.) 1°. I. p. 1019; woraus folgenve Stellen find.

Ao» den Aerzten, welche diese wcitre Kraft des Magnets nichteinsahen, ob sie gleich seine Anziehungskraft vor Augen hatten, sagter:Sie haben alle weitere Erfahrung verlassen, und sich behelfenan ihrem Küchengcschwätz, das nicht einmal mit Ehren zu verantwor-te» ist." Ferner:Lb ich gleichwohl alle Tilgend! setz von denMagneten, welche die Alten all beschrieben haben, so hab ich dochnichts geschrieben. Sondern will ich vom Magneten schreiben, istvonnölhen, daß ich mit der Addition und Corrcktio» vortrete, und siemir alle hinken langsam hernach." Er trotzt dabei auf seine Er-fahrung, und behauptet, daß, so wie der Magnet in das Eisen wirke,er auch eben so alle martialische Krankheiten an sich ziehe, auch gegendie fallende Sncht und alle krampfhafte Zufälle heilsam sey. Fn denmartialischen Krankheiten zählt er alle Flüsse der Frauen, alle Flüssedes Stuhlgangs, eine jede Krankheit, die sich von ihrem Mittelpunktim Zirkel dilatirt, u. s. f. Er räth, den Magnet auf das Centrumzu lege», von dem die Krankheit ausgeht; u. f. f.