Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
337
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Kollektanecn zur Literatur. 337

So sorgfältig Manilli in dieser Beschreibung gewesen ist, so hater doch drei sehr merkwürdige Antiken, die sich in dieser Sammlungbefinden, nicht mit angeführt. S. Winkelmann, Gesch. d. K.Vorr. S. XIV.

Manilli war Bettmcister, oder Earderobeinspektor auf dieserVilla, wie er in der Zuschrift an Joh. Bapt. Borghese selbst sagt.

Die Beschreibung selbst ist ziemlich kurz und trocken; die alten undneuen Kunstwerke werden selten mehr als namhaft gemacht. Dochhat er die vornehmsten alten Inschriften mitgetheilt, worunter sicheinige befinden, die beim Eruter nicht vorkommen. Dagegen aberführt auch M- andre verstümmelt an, die man dort vollständiger an-trist, wie Haverkamp dieses bei seiner Ucbersetzung fleißig ange-merkt hat.

Mannichmal scheint dieser jedoch im llcbersetzcn zweifelhaft gewesenzu setzn, in welchem Falle er die italiänischen Worte mit beifügt;manchmal behält er auch diese letztern bei, ohne sie zu übersetzen.Z. E. S. 8.IIortu8 leerelns, «zu! t/e'I/c/»NZv/t llieilus." Inder Anmerkung setzt er zwar hinzu: lla, eioclo, !u!poll»otur mslaI>Iel!ica et iüitrea; allein nicht ganz richtig; denn in»Ia nlecliea oder<üitrca hcissen Citronen; .^/t?/llNAoK aber ^uraolis, Pomeranzen.Roch mehr irrt er sich S. 12 mit dein Worte ?'aiie/l,'o, welches erdurch i>wtui'!im Inerogl^ilüesm übersetzt. Es ist so viel als «,a-Se/co, groteskes, arabcökeS Laubwerk, in dergleichen dort beim Ma-nilli Gryphe geflochten waren. ES müßte denn seyn, daß H. hierdes Pignorius Meinung im Sinne gehabt hätte, welcher die Ara-besken von der allen ägyptischen Mahlcrci herleitet. Auch giebt ermehr als Einmal das Italiänische i-i/»//», ein vorspringender Theilan einem Gebäude, durch exeellus, da man es doch gewöhnlich, ob-gleich nicht im bessern Latein, protraello nennt. Was S. kl), xra-mtus l/cll' IM» für eine Art des EranilS sey, weiß ich eben so we-nig, als Haverkamp.

S. auch oben unter B- Villa Borghcse.

Marbodus. Bischof zu RcnncS in Bretagne , in der erstenHälfte des zwölften Jahrhunderts. Seine Werke hat Beaugendrcmit den Werken seines Zeitgenossen, des Erzbischofs von Tours, Htl-dcbertus, zu Paris 1708 in Folio herausgegeben. Er enthält eineStelle in meiner Litteratur bloß wegen seines /.«üs^ /.ri/iic/u»-, einesGedichts in lateinischen Hexametern, worin er sechzig Edelsteine nach ihrenEigenschaften und Kräften beschreibt. Es ist zuerst unter verschiedenen

Messings Werke xi. 22