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Kollcktanccn zur Literatur.
„ucr Figur von hundert und zwanzig Fuß hoch." Er beruft sich dabeiauf den PliniuS ; und ich weiß, daß Harduin und inehrcrc denPliuius nicht anders verstanden haben. Tie Stelle ist diese:ool'l^ae aelalis inlaniain ex nictura noa omillam. ^ero prineepsjulleiat (üolollum se pi»8' ^XX ueckum ia liiüeo; inco-ziuluiiiall Iioe tempus. Mir scheint es, daß Harduin und Winkelmanndie ersten Worte dieser Periode nicht recht verstanden haben. TicRaserei, deren man sich in der Mahlcrei zur Zeit des PliniuS schul-dig machte, war eben das, roaS er eine sonst unerhörte Sache nennt.Tiefe aber bestand nicht in der Materie, sondern in der Große derFlache, auf welcher gemahlt wurde. Nicht die Leinewand, sonderndas Kolossalische, machte das Neue, machte die Raserei aus, aufwelche der kleine gigantische Stolz des Nero siel.
(Semahlte Kleider, gemahlte Vorhänge, von allerlei Arten desStoffs, waren in den allcrälicstcn Zeiten bekannt. Man glaube nicht,daß ich mich durch die Zweideutigkeit lcS Wortes in'iigero vcrsührculasse, durch welches die Lateiner auch die Kunst, Bilder in den Zcngzu sticken, zu wirken, andeuteten. Tic Acgnpier verfertigten gcmahllcKleider im eigentlichen Verstände; und cbschcu die Kunst, wie sie die-selben verfertigten, mehr Färberei als Maklerei war, so mußte dochdie Mahlerei dazu Eclcgenhcit gegeben haben. Sie müssen Anfangsihre Zeuge wirklich mit dem Pinsel gemahlt haben, ehe sie auf denkürzern Weg, die Ecmähldc darauf auf Einmal hervorzubringen, kom-men konnten.
Von einer solchen Art zu färben ist vielleicht die Stelle beimPetron zu verstehen, gleich zn Anfange seine« Fragments in derTcklamalion des EnkolpiuS: piclma «iuol>uv von oliuni exilumkeeit, pol'lyuom .Ve^)j>liorum ouekaeia tain magnae srliz comucu-diaiiam invcnit. Wenigstens hat sieben Fouscca y Figueroa inseinem Buche l/e ^<c/,-^n kc/ck-i (ans der Stelle des PliniuS,1^. XXXV. c. XI: l^ingunt et vetlcs in ^c^ulo iiilcr pauca mi-laliili genere;) so erklärt, wovon Anton Gousalez de SalaSin seinem Kommentar über den Petron, S. 45, die Stelle an-fuhrt. — Ist das Werk des Fonseca i) Figueroa jemals gedrucktworden?