Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
353
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Kollektanccn zur Literatur.

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Fran, die ihm nicht Farbe hielt, sonder» einen schwedische» Offijicrliebte. Mein cS kam zu früh ans, nnd die Aufführung wurde vom^i.ube untersagt. Diese Baßgeige hatte Prätorius gemacht, wel-cher damals als Poet für das Hambnrgischc Theater arbeitete. DieserJohann Philipp Prätorius ist hernach Professor Juris zu Trier gewesen, und hat vcrschicdne juristische Werke geschrieben.

Die Hambnrgischc Oper muß im I. 17Äi in den elendeste» lim-ständen gewesen seyn, wie ich an§ dem Schreiben eines Schwa-be» an einen deutschen Freund in Petersburg , vo» demgegenwärtigen ?nsiandc dcr^pcr i» Hamburg (t Bogens.)scbc. Lauiprccht steht als Name des Verfassers auf meinem (neinplar bcigcschricbc»! nnd sonach müßte es Dreyer wohl in seine Saunnlung der Lamprcchtischen Werke gebracht haben. Damals war dieLpcr gäiijlich unter italiänischer Direktion, obgleich die Madam Kai-ser noch dabei, und wirklich auch noch die vorzüglichste Sängerinwar. Verzierungen und Zänze waren abscheulich; und die übrige»Säiigcrimicn wäre» Madam Monza und ihre Tochterj beide höchstelend, und die letzte nocl, dazu fürchterlich häßlich, obgleich sehr ver-liebt. Die Bühne war aber auch höchst leer, und das ganze Theaterbestand aus drei bis vier deutsche» Jtaliäucni.

Die Hambnrgiscbcn >I per», die ich gcdrnrkt selbst durchblättertbabc, sind nach der Icilordiunig sagende, ^ch will daraus anmerken,was zur (beschichte derselben gehört:

ll>'!>!, ans Hypcrborccn nach t!jibricn übcrbrachlc

güldene Apfel, t^in allegorisches Stück anf die Vcrmähluugdes Herzogs zu Holstein, Friedrich, mit der schwedischen Priu>zcsstn, Hcdwig Sophie, ^'inc gelehrte Vorrede zeigt, nachdem Rudberk sowohl, als mit eignen Gründen und Zeugnissen,daß ina» Hl'pcrborccn > Hcspcricn, den AllaS, uud was zu dieserFabel mcbr gehört, nirgend anders als in Schweden sncl,cn müsse,und macht die Anwendung dieser allen Fabel auf den feierlichen Fall.Diese Vorrede ist völlig nach Lhrist. Hcinr. Pvstel'S Geschmack;nnd also wird auch das Stück vo» ihm seyn. Die Vorreden,pflegte er zn sagen, schreibe er zn seinem, nnd die Singspiele znandrer ihrem Vergnügen. Auch finde ich dieses Stück in demVcrzcichniß der Postclischcn ^pcr» und Werke, welches Weichmann in der Vorrede zum Wittckind giebt, ihm wirklich zu-geeignet. Dieser Postel halte schon 1<!8K für das Hambnrgische^bcalcr ^pcr» zu machen angefangen; und sein erstes Stück war'.'-MigS Werke XI. 23