Kollcktancen zur Literatur.
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Salomo ; daß ebc» um diese Zeit auch Bressand gestorben ist,der für das Braunschweigische Theater gearbeitet hatte; daß der.Kapellmeister Kaiser ein Werk über die Opern und Kantatenschreiben wollen, und daß die Komposition der gegenwärtigenOper von ihm gewesen ist. „Dieses ist nunmchro, sagt Feind,„das 31stc Singspiel von seiner Arbeit; worüber ich mich desto„mehr wnndre, weil die Jtaliäncr von ihrem Palaroli in Le-„ncdig als ein unerhörtes Mirakel ausrufen, daß er bereits 18„Opern komponirt; worauf jedoch sein Brunnen auch dermaßen„erschöpft worden, daß er nunmehr nichts als Kirchcnstücke setzt."17(16. /.w Fec/e//ü ^'o,'v>ia/a, oder, die gekrönte Treue. DieGeschichte des Abdolonimus, welcher aus einem Gärtner, Kö-nig in Sidou wurde. Tie Mustk von Kaiser. Es war seine33stc Oper.
— — Der Durchlauchtige Siec, c«n,'ius > oder, Almira, Kö-nigin in Castilicn, gleichfalls von Kaiser in Mustk gesetzt.Almira muß früher aufgeführt seyn, als daS vorige Stück, undsonach die 32stc Oper dieses Komponisten seyn.
I7U7. Der angenehme Betrug, oder, der Carncval vonVenedig. In diesem Stück kommt auch eine Tricntje, einniedcrsächstschcs Dienstmädchen, vor, welches in diesem Dialektevcrschiedne Scenen hat, und Lieder stngt.
Opilz- Daß die vorlrefliche schweizerische Ausgabe des Opltzdurch die Dazwischcnkunft der elenden Trillcrischen ins Steckengerathen, ist ein wahrer Verlust für die deutsche Litteratur. Ihrgrößter Vorzug besteht darin, daß ihre Bcsorgcr eine Menge denSin» völlig verstümmelnder Fehler, welche sich in die letztem Ausga-ben ciiigeschlichcn hallen, durch Gcgc»ci»andcrhaltung mit den ersten>Inginalabdrückcn verbessert haben. Wenn sie nur immer die nämlicheAufmerksamkeit angewandt hätten! Eine Stelle, wo es nicht geschehenist, fällt mir eben jetzt in die Angcn, da ich die Schäferei vonder Nymphe Hercynia wieder durchlaufe. „An der Wand," sagtder Dichter unter andern, bei Beschreibung der Grotte dieser Nymphe,„waren unterschied»! Historien mit Muscheln und kleinen Steinen, und„zwar so künstlich, eingelegt, daß wir hinzugiiigc», und cS mehr für„eines Apolle nS Werk, als für sonst etwas, ansahen." — Für ei-nes ApollcnS? — t5S muß unfehlbar hcissc» ApellcnS. Dennder Dichter will sage», daß ma» diese eiiigclegtc» Kunststücke eher fürein feines Gemählde, als für sonst etwas, hätte anschcii solle». Und
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