Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
361
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KoNckimiccii zur Literatur. 3l>1

JeucS versichert Ioh. Pct. Lotichius; dieses aber war desDaumiuS Vermuthung, die er in einem Briefe an den Placciusäußerte. <S- deS letzter» Hicut,-. n. 2^t>, ilo ^vri>>t. pleuilnn.)J.ucS haben ColomcsiuS, Baillct, FabriciuS, Jöcher , u.a.nachgeschrieben, und eS ist die allgemeine Meinung geworden; demungeachtet halte ich diese» für gegründeter. Worauf sich Daumiusselbst gegründet habe/ weiß ich nicht; genug, ich gründe mich auffolgendes:

Erstlich heißt cS in der Ucbcrschrift des poetischen Kompliments,welches Ioh. PH. Parcus der Ausgabe vorangcsctzt hat: ^n Sa/</-/'/,t»i, eum /^e/,o»!t ^t»ii/,t Lal^ricon in lueer» eilerot, l'u!«»linruinenie noli« casli^üluin. ^iii« nolig; also sollen dochGoldastischc Noten bei dieser Ausgabe seyn. Welche aber könntencs seyn, wenn cS nicht die Erhardi sehen wären? ES ist wahr,Goldast wird darin selbst verschiedentlich angezogen, und hin und wie-der nicht ohne Ruhm. <AlS, ». 627, elex-mler k?-,/-/»//««; p. Z-tlZ.

<!».). <!2!). u. s. w.) Aber dieses ohne Zweifel nicht sowohl ausEitelkeit, als vielmehr, um desto leichter glauben zu machen, daß Er-hard und Goldast zwei verscluedne Personen wären.

Zweitens zeigt sich in den Erhardischcn Noten eine großeBclcscnhcit in den Schriftstellern der mittlern Zeiten, und besondersin den alten deutschen Dichtern des schwäbischen Jahrhunderts. Vonwem aber ist diese wohl eher zu vermuthen, als von Goldast ? Odervielmehr, wer anders, als Goldast, Halle den Gebrauch dieser da-mals so unbekauntcn Schätze?

Oktavius pctrucius. AuS Fossombronc; soll zuerst denDruck musikalischer Noten erfunden haben. Ich lerne dieses aus ei-nem Buche, wo man cS schwerlich suchen sollte: aus des !/'/io/nneI^ulol'ciiini'oiueiiii-j öo I^uiln ^caeeliorum in lex.ili mellioiloiiavlolu, welcher zu Pcsaro 1583 in 4. gedruckt, und auch demO.e-nw .lui'is mit einverleibt ist. Dieser ActinS lehrte die Rechteum diese Zeit zu Pcjaro; und sein Werk beschreibe ich an einem an-dern Orte. <S- Schachspiel.) Da nun, wo er von der Erfindungjenes Spiels handelt, (<^u.ie5l. IN.) gedenkt er §. 3. der Ehre, welcheehedem den Erfindern überhaupt erwiesen worden, und sagt: Hncle in.venluie-i alivujus >ei oliin inier ,Ieo8 colloellv.iulur, ut irauit ^'</!-,'en/i,l>>>' ^'»//c//«,t««, tlucliliiinus ^»laeeo^lor mous in numüiiioii-lius lileri», in l'uu »nul'eulo ilo »ouililale civilulis l'^roteninrunii;>>uull 1'crvuiur in aivliivi» civil.'ilis uraeiliclao, uvi rvlert, vc/a-