Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
365
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Kcllcktanccn zur ^ilcralm.

ES ist ohne Zweifel eben der Stein, den Vogel, S-14S, Sma-ragdpraS, 8m.ii-,x>lites, nennt, der nur halb durchsichtig ist, undfarbige Punkte und Streifen hat. (S- Smaragd.) In meinenAntia, »arischen Briefen habe ich das Wort l'r.isma naber erklärt,( Br. XXV. Th. I- S- IM.) sBand VIII, S. 77. > und gezeigt, daß esnichts anders als der l^slius oder die gomma pralina der Alten sey.

Dinglei' sagt, man finde im Plasma die meisten alten geschnit-tenen Steine, nächst dem Beryll. Er erklärt das PlaSma durch denscheusten Smaragd, und beschreibt ihn gleichwohl von der Farbe ste-henden Wassers, manchmal mittelmäßig klar, aber meistens voll schwar-zer und wcisser Farben, und mehr undurchsichtig. Was muß der Mannfür einen Begriff vom Smaragd gehabt haben? Den gewiß nicht, denPliniuS davon macht. I» Prassern mögen wohl genug geschnitteneSteine vorhanden gewesen seyn, aber wahrlich nicht im Smaragd. Diealten grünlichen geschnittenen Steine werden wohl alle, oder meistens,Malachiten seyn. _

plauruö. Es ist Zeit, das; ich den PlautuS einmal wiederlese. Ich fange heute (den 23sten Jun. t7L?) mit dein EvidikuS an,und hier will ich die mancherlei Anmerkungen eintragen, die ich überdie komische Kunst, besonders, in so fern er sie selbst gelegentlich be-rührt, und über die Alterthümer dabei machen werde.

Es ist ungcgründet, daß PlautuS sich vornehmlich auf dieß Lust-spiel viel eingebildet habe. Er läßt zwar in dem Stücke, Bacchidcs(Akt II, Sc. 2, V- 85,) den Chrysalus sagen:

IXoo IioruI, l'etl aclor wilii cor o>Iio sauc-iat.

Llism ^uain ego l-iliulam acezue !>» me ij>l'o .nun,

^ullam ae^uo invilus t'veeto, li !>jzit ?ellio.Aber dieser Chrysalus, der das sagt, ist ein Knecht, und ein ebenso schelmischer, als EvidikuS. Dieses Lob eines Stücks, in welchemein schelmischer Knecht lilierlale», maliliu inveiiil lua, ist also mehrein charakteristischer Zug des Chrysalus, als Eigenlob des Dichters;und muß für die Güte des Stücks, oder für die Prädilcktion des Ver-fassers, auf keine Weise angezogen werden.

Akt Sc. I, V- 22. Mich dünkt, hier hat Plautus, einesEinfalls wcgcn, das Kostüme sehr bei Seite gesetzt, und die römischenund griechischen Sitten ganzlich vermengt- ES sind die beide« Knechte,EvidikuS und Thcsprio, die mit einander sprechen: