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Kollcktaneen zur Literatur.
Zahlen. Die Ziffern haben wir den Sarazenen zu danken, oderden Arabern/ die aber selbst gestehen, daß deren Erfindung den India-nern gehöre. S. ^li,t^^a,aA. Il^osK. l. p. tü.
Vossius (sei Ms/am, I.. I. c. 12.) und Huet (OewonNr.Lv. prn,wt. IV. o. 13.) auch Darvpodius, haben unstreitig Un-recht, wenn sie dieselben den Griechen beilegen wollen-
Bei uns Deutschen sind sie spat in Gebrauch gekommen; und inöffentlichen Urkunden trift man sie vor dem 14tcn Jahrhunderte nichtan. Wann sie in dem übrigen Europa aufgekommen sind, ist unge-wiß. — S> dieses, und mehrere» hierüber, in des Hrn. v- Gcmmin-gcn kleiner Abb. von Verschiedenheit und Verbesserung der Ziffern, inder Sammlung s. Poet, und Pros. Stücke, 2t-Aufl. Brschw. I7K8. gr.8.
Antonio Maria Za-nerti. S. von diesem Kunstliebhaber undKenner den Fücßlin. — Seine Daktyliothck hat Gori lateinischbeschrieben; und sie ist mit der italiänischen Ueberschung seines Neffen,des Girolamo Francesco Zanetti (welcher, glaub ich, Bibliothe-kar der St. Markusbibliolhck ist,) zu Venedig, in Folio heraus-gekommen. Sie enthält 80 Tafeln, von Antonio Maria Zanettiselbst gezeichnet, aber von verschiedenen gestochen; auf deren jeder einStück, doch nicht lauter Steine, sondern auch Büsten von Marmor,Münzen und Lampen mit unter. Die Steine sind grdsztcuthcilS Ca-mcen, und darunter einige von sehr großem Werth. Der allervortref-lichste, welcher jedoch tief geschnitten ist, soll der Hermaphrodit,Taf. I^VIl. seyn, mit den Buchstaben welches DioskoridcS
bedeutet, auf einem Amethyst. Das nämliche Subjekt, nämlich einruhender Hermaphrodit, den ein Amor fächelt, und zwei andre Liebes-götter neben ihm, einer auf der Harfe, und der andre auf einem Rohrespielend, findet sich auch auf mchrcrn alten Steinen, doch ohneNamen deS Künstlers. — Von eben diesem Künstler ist noch eineGemme in dieser Sammlung, mit der nämlichen ersten Sylbe dcSNamens, Taf. XXXIII. welche einen Giganten, der statt der BeineSchlangen hat, vorstellt, auf einem Beryll. — Auch findet sich einStein mit dem Namen eines sonst unbekannten Künstlers, HoruS,opov, den Kopf, oder vielmehr nur die Larve, eines Silens vor-stellend, auf einem Sardonyr, Taf. Xl.IIl. — Noch sind vcrschiedncSteine von neuern Meistern mit untergemengt; namentlich von NicoloAvanzi, Taf. Il, das Brustbild Alexanders als Minerva; von Ale-xander CäsariuS, mit dem Beinamen Magister GraekuS, «Mai!-Nio kreeo) ein Kopf des Phocion; vom Marmita, der Kopf eines