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11 (1839)
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Kollcktaneen zur Literatur.

Zahlen. Die Ziffern haben wir den Sarazenen zu danken, oderden Arabern/ die aber selbst gestehen, daß deren Erfindung den India-nern gehöre. S. ^li,t^^a,aA. Il^osK. l. p..

Vossius (sei Ms/am, I.. I. c. 12.) und Huet (OewonNr.Lv. prn,wt. IV. o. 13.) auch Darvpodius, haben unstreitig Un-recht, wenn sie dieselben den Griechen beilegen wollen-

Bei uns Deutschen sind sie spat in Gebrauch gekommen; und inöffentlichen Urkunden trift man sie vor dem 14tcn Jahrhunderte nichtan. Wann sie in dem übrigen Europa aufgekommen sind, ist unge-wiß. S> dieses, und mehrere» hierüber, in des Hrn. v- Gcmmin-gcn kleiner Abb. von Verschiedenheit und Verbesserung der Ziffern, inder Sammlung s. Poet, und Pros. Stücke, 2t-Aufl. Brschw. I7K8. gr.8.

Antonio Maria Za-nerti. S. von diesem Kunstliebhaber undKenner den Fücßlin. Seine Daktyliothck hat Gori lateinischbeschrieben; und sie ist mit der italiänischen Ueberschung seines Neffen,des Girolamo Francesco Zanetti (welcher, glaub ich, Bibliothe-kar der St. Markusbibliolhck ist,) zu Venedig, in Folio heraus-gekommen. Sie enthält 80 Tafeln, von Antonio Maria Zanettiselbst gezeichnet, aber von verschiedenen gestochen; auf deren jeder einStück, doch nicht lauter Steine, sondern auch Büsten von Marmor,Münzen und Lampen mit unter. Die Steine sind grdsztcuthcilS Ca-mcen, und darunter einige von sehr großem Werth. Der allervortref-lichste, welcher jedoch tief geschnitten ist, soll der Hermaphrodit,Taf. I^VIl. seyn, mit den Buchstaben welches DioskoridcS

bedeutet, auf einem Amethyst. Das nämliche Subjekt, nämlich einruhender Hermaphrodit, den ein Amor fächelt, und zwei andre Liebes-götter neben ihm, einer auf der Harfe, und der andre auf einem Rohrespielend, findet sich auch auf mchrcrn alten Steinen, doch ohneNamen deS Künstlers. Von eben diesem Künstler ist noch eineGemme in dieser Sammlung, mit der nämlichen ersten Sylbe dcSNamens, Taf. XXXIII. welche einen Giganten, der statt der BeineSchlangen hat, vorstellt, auf einem Beryll. Auch findet sich einStein mit dem Namen eines sonst unbekannten Künstlers, HoruS,opov, den Kopf, oder vielmehr nur die Larve, eines Silens vor-stellend, auf einem Sardonyr, Taf. Xl.IIl. Noch sind vcrschiedncSteine von neuern Meistern mit untergemengt; namentlich von NicoloAvanzi, Taf. Il, das Brustbild Alexanders als Minerva; von Ale-xander CäsariuS, mit dem Beinamen Magister GraekuS, «Mai!-Nio kreeo) ein Kopf des Phocion; vom Marmita, der Kopf eines