418 Entwürfe zur Fortsetzung der Briefe antiquarischen Inhalts.
Rloy sagt S. 1!Z: „Sie Quelle des guten Geschmacks ist nun„geöffnet. Weise ist der, welcher aus ihr schöpft, und, wie Sichler„auS dem kastalischen Brunnen, sich aus derselben begeisiert."
Und 't.vinkelmann/ von der Nachahmung der griechischen Werkein der Kunst, S. 2: „Die reinsten Quellen der Kunst sind geöffnet.„Glücklich ist, wer sie findet und schmeckt!"
winkelmanil von den mit königlichen Kosten zu Dresden aufge-häuften Schätzen der Kunst und des Alterthums; uud Dloy von ei-ner Sammlung Abdrücke geschnittener Steine.
Rloy, S. 30: „(5S ist ein sehr unüberlegter AuSspruch eines fran-zösischen Skribenten, dessen Bnch nicht hätte zur Schande der Deut-schen übersetzt werden sollen." Nehmlich Iuvenel de Larlencas.
lind ^vinkelmann, in den Erinnerungen über die Betrachtungder Werke der Kunst, in der Bibliothek der schönen Wissenschaften,B. V, S. 12: „Auch der Porphyr kaun eben so gut bearbeitet wer-„den, wie vor Alters, welches unwissende Skribenten läugncn, nnd„zuletzt larlencas in einem Buche, dessen llebersctzung den Teutschen„keine Ehre macht."
Aber ^vinkelmann dachte überhaupt von den Franzosen ein we-nig anders, als Herr Rloy. Er sagt in der Nachricht vom Stoschi-schen Museum, in der Bibliothek der schönen Wissenschaften, B. V,S. 26: „Ich kenne aber die Begriffe der Franzosen von der Schön^„hcit des Alterthums. Unter uns gesagt, ich fürchte mich, unsern„Landsleuten etwas zum Nachtheil dieser Nation zu sagen. Ihre Wuth„in Uebersctzung französischer Bücher, die voll von tausend Acrgehungen,„wie des Barre deutsche Geschichte sind, mache» mir diese Besorgniß."
Rloy sagt, S. 62: „Zu den Werken der Alten liegt der Ver-„stand tief."
Und Winkelmann in den angeführten Erinnerungen, S. 4:„Daher liegt der Verstand der Alten tief in ihren Werken."
Rloy, S. 73: „Wer den Homer nur in der Uebersctzung gc>„lesen hat, der kennt seine majestätische Einfalt gewiß nicht. Eben„so mangelhafte Begriffe von der alten Kunst wird derjenige haben,„der bloß aus Kupferstichen von ihr urtheilt.''
Winkelmann/ von der Fähigkeit der Empfindung des Schönenin der Kunst, S. 17: „Dieser Privatunterricht auS Kupfern und„Abdrücken bleibt unterdessen wie die Feldmesserey auf dem Papier