Zur Geschichte der Acsopischcn Fabel.
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XII.
Ochini Fabeln sollen 1554 zuerst herausgekommen seyn. Es sindderen fünf Bücher. Ich habe sie aber weder Italienisch noch nachder lateinischen llcbersetzung des Castellio jemals gesehn. Sondernbloß deutsch nach der llcbersetzung des Christoff ^Virsung in 4. von1659. Und auch in dieser llcbersetzung nur die ersten vier Bücher;ob ich schon in dcr Salthenischcn Bibliothek finde, daß sie alle fünfeübersetzt worden. Logt scheint deren nur gar zwey Bücher gekanntzu haben, und sagt daß der erste Druck des ersten von 1656 sey, inwelchem Jahre wenigstens die AucignungSschrift des Wirfung an OttoHeinrich, Pfalzgrafcn am Rhein , unlerschricben; und zwar datirt inAugspurg (um darnach das Deutsch des Wirsung beurtheilen zu können.)
WirsuugS Leben muß beym Adami stehen. Er war anfangs Pre-diger in seiner Vaterstadt.
ES sind nicht eigentlich Acsopische Fabeln; sondern wahre und er-dichtete Eeschichtchcn, und sinnreiche Einfalle, durch welche die man-cherlei) Thorheiten des PabstihumS und die Laster ihrer Glieder insLicht gestellt werden. Sehr viel sinnreiche darunter, als 1.40.
Es wird alles als wahre Geschichte crzehlt. Aber sonst cincr deres glaubt! Z. E. 1.41 von den Juden in Rom, die Christen werde»und Juden bleiben wollten.
Schmoyen/ was wir sonst schmunjeln nennen; halb gern halbungern lachen, und es zu verbeißen suchen. 45. S.
Viel Histörchen vom Tridcntinischcn Concilio, die er für wahrausgicbt. 1.56.
Melbig. ES ist nicht müglich, wer »ilt Müllern zu handelnhat, daß er nicht melbig werde. S. 66.
Du bist meines FugS nicht. S. 66. Du bist nicht, wie ich dichverlange.
Des wäre sich nicht zu verwundern. S. 68.
Ich hab eines Regens und nit einer Guß begehrt. S. 73.
Dcßcn unlcrsinud sich ein Jüugliug. S. 74.
ZauffcnZ II. 44.
Ein fast zarter und heygklcr Mann? 11.47.Unwürsch. ili. Unglaublich von Iulio III. II. 49.
Raßlcr und Spieler III. 24! vielleicht vom Rasseln dcr Würfel.
LcMgS ülwk- XI-
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