Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
455
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Gelehrte Kretze.

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/,Denn wie? Wenn ich aus der Unbeantwortlichkeit der Frage,/schlbße, daß der Gegenstand der Frage ein Unding sey? Wie/ wennich sagte, daß der Mensch oder jede Seele, so lange sie als Menscherscheint, vollkommen zu der ncmlichen Ausbildung seiner Fähigkeitengelange?

Ist es denn schon ausgemacht, daß meine Seele nur einmalMensch ist? Ist cS denn schlechterdings so ganz unsinnig, daß ichauf meinem Wege der Vervollkommung wohl durch mehr als eineHülle der Menschheit durchmüßte?

Vielleicht war auf diese Wanderung der Seele durch verschleimemenschliche Körper, ein ganz neues eignes System zum Grunde?

Vielleicht war dieses neue System kein andres, als das ganzälteste---"")

Gelehrte Kretze

von Thomas Traugott Fcller.4 7 7 4. °°)

Vorrede.

HöaS auf den Hütten und i» den Werkstätten der MetallarbeiterRrcize heißt, ist bekannt. Also werde ich auch wohl nicht weitläuf^tig zu erklären brauchen, was ich unter Gelehrte Rreye verstehe.

Gebe nur Gott, daß diese gelehrte Kretze recht reichhaltig seyn,und das Silber vom Ccntner nicht Loth- sondern Mark-weise fallenmöge. Amen!

Ich weiß recht gut, daß reichhaltige Kretze eine schlechte Ideevon dem Laboranten macht, aus dessen Händen sie kommt. Er mußsehr unglücklich, und wenn das Unglück zu oft gekommen, sehr nach-lässig gearbeitet haben.

Ich weiß das recht gut, und eben weil ich es weißAber Kretze! Welch ein Titel zu einem Buche! Und wenn ich»UN gar Rräye geschrieben hätte und schreiben müßte! ES wird anLesern nicht fehlen, welche glauben, daß ich es gemußt hätte. Dennschreibt nicht Schlüter Krätze? Schrieben nicht vor ihm Heltwig und

°) Karl Lessing in der Vorrede zum theologische» Nachlast S. 37.°°) FiillcbornS Nebcnstunde», zweytes Stuck, S. 29.