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Ueber die philosophischen Gespräche ic.
sogar, daß wiederum unter dem ganzen jüdischen Volke nur ein einzi-ges Exemplar des Gesetzbuches vorhanden gewesen.
Ich meyne das/ welches Esra hatte, von welchem es zwcymal heißt:nach dem Geseye, das in deiner Hand ist. Dieser Besitz war esdenn auch, welcher den Esra vornemlich geschickt machte, die Religionunter den Juden wieder herzustellen.
Aus einem Bogen sehr unleserlicher Anmerkungen
über die Philosophischen Gespräche, über die un-mittelbare Bekanntmachung der Religion und übereinige unzulängliche Beweisarten derselben. Berlin ,bey August Mylius 1773.
Nachdem in dem zweyten Gespräche derselben zwischen AgathokleSund HcrmogtiieS ausgemacht worden, daß die allgemeine BestimmungdeS Menschen eine unbestimmte Entwickelung seiner Kräfte und Fähig-keiten sey; so kommt HcrmogencS S. ItS. auf die Frage: „Warum„denn die göttliche Weisheit eine solche Verschiedenheit in Absicht der„Grade der Ausbildung unter den Mensche» beliebt, und warum sie„dieselben nicht vielmehr alle zu einem gleich hohen Grade der Voll-„kommenheit bestimmt habe? Diese Frage, antwortet AgathokleS , ge-„hört offenbar nicht für »ns."
Zu dieser Antwort merkt mein Bruder folgendes an: „Soll dieses„heissen: wir sind nicht berechtig«, auf diese Frage MiSvcrgnügen mit„der Einrichtung des Schöpfers zu gründen?
„In diesem Verstände habe ich nichts dagegen. Auch lerne ich„auS der täglichen Erfahrung, daß kein Mensch mit der gcgciiwärti-„gen Ausbildung seiner Geistesfähigkcit mtSvcrgnügt ist- und eS dünkt„mich, daß es ganz wider die Natur des Menschen wäre, wenn er da-„mit misvergnügt seyn könnte. Er kann sich wohl einbilden, daß diese„nemliche Ausbildung unter andern annehmlichen äusserlichc» Umstän-„den eben so wohl geschehen könnte: Aber das ist nicht MiSvcrgnügen„mit dem Grade der Ausbildung, sondern mit Dingen, die er bey„dieser Ausbildung anders seyn zu können vermevnr.
„Oder soll es heissen: der menschliche Verstand ist von der Ein-schränkung, daß er über diese Frage ganz und gar keine Auskunft„geben kann?
„So hüte ich mich ja zu sage».