Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
472
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472 Zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur,

1309.

Unter dieses Jahr ziehe ich den Stcyerschen Gtrokar vonHorner', weil dessen gereimte Chronik, die vom Jahr 425V anfängt,mit diesem Jahre sich endet. P. Hicron. Petz hat sie zum erstenmal imJahr 1745 aus drey Manuskripten des löten Jahrhunderts herausgege-ben, und sie macht bey ihm den dritten Theil der Scrijill. lier. ^ultr. aus.

Von eben diesem Jahre ist eine Abschrift des Renners, von einemJohann Trinhart zu Bambcrg, die Herr Ebcling in Hamburg be-sitzt, und verglichen zu werden verdient, weil sie vermuthlich noch beyLebzeiten des Dichters, und vielleicht unter seinen Angcn gemacht ist.Das Gedicht selbst heißt darin (!er>tilosiuium ülaxistri Iluxoms 6eIriwIierA. Sie ist auf Papier .

1314.

Bis zum Antritt der Negierung Kayscr Ludwigs IV von Bayern .

Wenn es auch nicht wahr seyn sollte, daß bereits 1235 KayserFriedrich II den zu Maynz damals errichteten Landfrieden in Deut-scher Sprache aufsetzen lassen;

wenn es auch nicht wahr seyn sollte, daß Kayser Rndolph I 1279verordnet, daß forthin alle Gesetze, Edicte und gerichtliche Acten inDeutscher Sprache abgefaßt werden sollten, wie Avcntinus, Crusiusund Spangenberg behaupten:

so ist doch wenigstens gewiß, daß Kayser Ludwig von Bayern dererste gewesen, der seine Gesetze, Privilegia und Belehnungen inDeutscher Sprache gegeben.

Anm. Es gab auch schon vor I^uäovlco Lavsro Deutsche Inklru-wenta und Diplomata.

1315.

Der erste ewige Bund der Eidgenossen. S. Waldkirch I. S. 152.1317.

Starb Heinrich Frauenlob , von welchem das (!I>rome<)ll ^Iliorü^i-Aelitineiilis spv.6 Diftilium l'. II. p. 108. nachzusehen ist. Er heißtdarin msßnus ^ielator, und canlica eaolicorum clietavit leutomee.vietsre, sagt Lcibnitz 8cr. IZr. 1o. III. p. 677. Note, illis tewpo-rilins LxmLoabat epittolsm terivere. Ncrgl. Ilalmii (üollect.1o. I. und die Lorrede, worin er über das Wort viclsmeahandelt. Leibnitz hat wohl Unrecht. Kommt «Zictsre von dich-ten, oder dichten von öletsre?Seine Uebersetzung des hohen Liedes habe ich vielleicht in dem ge-schriebenen Auszuge der Geschichten des A. T. entdeckt. 81.32. kol. S.d. I. 1458.