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Thomas Muriicr.
lassen; cr hatte aber nicht Wort gehalten, worüber i» der Apologie ei» eig-ner Brief Wimphclings an Murner zu lese» ist. Fülleborn.
Schriften MurncrS, von denen ich zweifele, ob sie wirklich gc^druckt sind.
1) Ein Buch von der Perspcctive, welches M. in dem Tractat 6eP^Iüovico conli-aetu anführt, mit diesen Worten:
Lieut vee toi caul'at »I!ur» et alium rsäium in oere A iuscxua oili propler o!i vertilgtem reeinienlium, «zuoc! in ^ier-5peelivi8 not°ti!s conelamatum elt.
2) Ein Werk betitelt yugmijisi titum wojus. wider die Astrologen,dessen er eben daselbst gedenkt:
Iloo gutem cum tit coolrg ^slrnlogos, elgrius 6e i^oc to-czuar in (^uamivarlilo meo msjori.Dieses Werks gedenkt er auch zum Schlüsse seiner Inveetiva con-tra Attiologos.
Wer die Sitten der damaligen Zeit kennen will, wer die DeutscheSprache in allem ihrem Umfange studieren will, dem rathe ich, dieMurncrischen Gedichte fleißig zu lesen. Was die Sprache Nachdrück-liches, Derbes, Anzügliches, Grobes und Plumpes hat, kaun er nir-gends besser zu Hause finden, als iu ihnen.
Er verspricht, Murncrn gegen den Vorwurf, als habe cr bloß des
Gelbes wcgcn geschrirbcn, zu vcrthcibigcn, unb zu bcwcisrn, baß ihn sein
Druckcr und Bcrlcgcr hcrzlich schlccht brzahllc. Die Anmcrtung dazu istaber nicht vorhanben. Fülleborn.