Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
610
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tZlv Ueber eine Prophejcynng des CardannS, ic.

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Tutilo an Kcrolt.

-- Ich komme auf Ihre seltsame Prophezeiung deS Car-

danuo. Ich muß Ihnen gestehe»/ daß ich nie etwas von ihr gehörthabe. Ich weiß wohl, daß Cardanus abgeschmackt genug gewesen/Christo die Nativität zu stellen: Aber auch der christlichen Religion?Wo das?

Und wann er cS gethan: nun wohl! Lassen Sie uns das Vier-telhundert Jahre noch warten, und alSdenn von der Erfüllung spre-chen. Denn was Sie von einer schon geschehenen Erfüllung sage»/verstehe ich nicht.--

M

Kcrolt an Tutilo.

ES ist in den Büchern ,!e ,etum vanel-ile, wo Cardanus schreibt: wenn dem also ist; so muß nothwendig im Jahr Christieine große Veränderung in den Gcseyen Christi erfolgen.Mit seinen eigenen Worten: quoll li ila ek», neeel!,- oft .lunc,Lliritli KUX^L miiguam mulstionem sulursm elle in l^Iuilü leß?.Sie stehen in dem cilfren Kapitel des zweyten Buchs. Nun sageich: die Voraussetzung des Cardanus , dieses sein czuocl 5> i>a el>,wenn dem also ist, ist eine Unrichtigkeit; denn es ist nicht also.Und gleichwol hat Cardanus aus dieser Voraussetzung etwas sehrwahres vorher verkündiget.

Denn daß schon iezt eingetroffen, waS er erst auf 1800. verkündiget:daS lassen Sie sich nicht irren. Er selbst sagt in dem folgenden, daßder Termin etwas später oder fn'ihcr eintreffen könne; und etwas spä-ter oder früher thut nichts zur Sache. Genung, er hat die großeVeränderung, welche zu unsern Zeiten mit der christlichen Religiongeschehen ist, und geschieht, vorher verkündiget; und hat sie von Ohn-gesähr vorher verkündiget. DaS ist es allein, was ich wollte.

Ob Sie mich übrigens, was diese Veränderung selbst anbelangt,nicht verstehen, oder nicht verstehen wollen, werden Sie sich selbstam besten beantworten können.