Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
636
Einzelbild herunterladen
 

636

Beyträge zu einem Deutschen Glossarium.

Als ihr itzt haben gethan." Bl.33.

Sehen hier, daß kein schnöder Amt ist, denn Wuchere» treiben?"Bl>38.

3. Fürchten eines, statt: wegen eines in Furcht stehen. Pauli Bl.41.

4. Manche Wörter braucht er unzertrennt, die wir trennen.Warumanfechtest du den Menschen?" Bl. 18.

5. Nwndsch, schreiben die Alten, und mit Recht. Denn wir lassenbey der Aussprache immer ein d mit hören.

0. Kilen wird oft mit dem Accusativ gebraucht, wie pl-operare.Eiledie Sachen." Werders Tasso Bl. 3.

So braucht Tscherning das Wort scherzen, für: Scherz mitetwas treiben.

So kann ein WcibesbildDer Männer Liebe scherzen.

Zum ersten Bande von L. E. Steinbachsdeutschem Wörterbuch. °)

Wer a sagt, muß auch b sagen. Der Ursprung dieses Sprich-worts ist ohne Zweifel in der 176 Fabel des ^bUemius: <Ze puero6i8eere ooleote, zu suchen.

Accommodiren. Zinkgref (in den äpoplil. II Th. S-84.) Einerwird gefragt, warum er sich nicht accommodiren wolle- (So heißtman heutiges Tages katholisch werden.)

Abend von dem alten Sprichwort aben, abnehmen. Der Endbuch-stabe ist die Endung des pgrticipü. Abend, so viel als der Abende,i. e. abnehmende Tag. (Wachter und Frisch.)4. Die Zeit nach Sonnenuntergang bis zu einbrechender Nacht.

2. Die Gegend des Himmels, wo die Sonne untergeht.

3. Der nächst vorhergehende Tag vor einem Feste. Doch wird esin diesem Verstände nicht schlechtweg, sondern allzeit entwedermit Vorsetzung des Beiworts heilig, oder mit Vorsetzung desFestes selbst, als Osterabend, gebraucht.

4. Figürlich, das Ende, oder der sich zu Ende neigende Theileiner größeren Dauer. Z. B- Abend des Lebens.

") Aus einem Exemplar desselben, welches Hr. Gchcimerath Oelsner inBreslau befitzt, herausgegeben von Hrn. o. August Kahlcrt im ersten Bandedes Freihafen« (1833) S. 228.