Zum ersten Bande von Steinbachs deutschem Wörterbuch. 641
Geben. Abgeben soll soviel als vorstellen sein. z. B- Er giebteinen guten Soldaten ab. In diesem Verstände läßt Zinkgref dasab weg, und sagt: Eben darum gebe ich dir einen bessern Solda-ten, als Andere.
ZZcneben. Sich begeben hieß vor Alters abrenuntiare seeulo. (Halt-auS.) Ohne Zweifel verstand man darunter, sich der Welt begeben.Es ist schade, daß diese schöne Ellipsis nicht mehr gebrauchlich ist.In diesem Sinne sagten auch die Alten: Ein beg ebner Mann.Adelung hat zwar diese Bedeutung auch, aber nicht mit der Ellipsis.Auch soll nach ihm dieses Zeitwort kein Particip der vergangenenZeit leiden.
vergeben, früher nicht immer so viel als verzeihen, sondern auchso viel als verschenken; so in dem Sprichwort- bei Neander:„Gott hat mehr, denn er je vergab."Geld. Ehrcngeld peeunis «lellorstse a slupratore solveoo'a.
(HaltauS.) Ein altes und noch gar wohl brauchbares Wort.Entgliedern würde dasjenige Wort sein/ durch welches das alte
cntlidcn wieder'hergestellt wird.Gluff. Zur Erklärung dieses Worts kann Folgendes etwas beitragen/was Zinkgref von Kaiser Friedrich I. erzählt.
ES war eine kaiserliche Abtei ledig. Dazu waren ihm zwei vor-geschlagen, der Eine hatte hicbcvor dem Kaiser etwas Geldes vor-gcliehen zum Krieg, der Andere war ihm wegen seiner Frombkcitund Einfalt gelobt. Als er nun nicht wußte, wie er sich jenesmit Glimpf cutschickcn sollte/ begehrt er ein Gluff von ihm,etwas in den Händen damit aufzustechen, als er aber keine hatte,begehrt er eine von diesen, als ihm nun derselbe eine gab, spracher zu ihm, Ihr seid ein Münch, der seinen Orden wohl vernimbt,und derhalbcn dieser Abtei wohl würdig, nicht aber Ihr (sich zumAndern kehrend) wegen Eurer Unachtsamkeit und Irregularität.Denn wer so ein schlecht Ding, das er vermöge seiner Ordens-regeln haben soll, nicht achtet, wieviel weniger wird er anderegroße Sachen in Acht nehme»."vergönnen hieß vor dem auch so viel als mißgönnen. Neander: „die
vcrguniitcn Bissen schmeckcn am besten."Ergöylichkeit für Geschenk, Belohnung. „Weil er keine Eraöhlich-kcit für seine treue Dienste bei seinen Lebzeiten gesehn " (ZinkgrefI. n. 186.)
Es hat, Impersonale für das Französische il ? a. /,Jn der Stadthatte es einen alten :c." Zinkgref Apophthcg. I. >>. 74.^>>».,S Werk- XI. 41