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Zur Gelehrten-Geschichte und Literatur.
Abel als ein im Clcvischen gebräuchliches Wort. Und wenn dieseswäre: warum sollten wir Abälard, und nicht lieber gleich Abclart,schreiben?
2. Wegen der Verschiedenheit, die sich auf den Titeln der Exem-plare der gesammelten Werke des Abclard zeigt, da auf einigen Franc.Amboesluö/ auf andern Andreas Quercctanus als Herausgeber ge-nannt wird, merke ich an, daß die Art, wie man beym Bayle (Art.Fu. Amboise Anm. das Räthsel lösen will, ganz und gar nichtwahrscheinlich ist; nehmlich, daß O-uercetanus (oder du CheSne) derwahre Herausgeber sey, der aber die Ehre dem Herrn d'Amboise las-sen wollen, der damals im Stande gewesen, ein solches Opfer mitDank zu erkennen. Es scheinet mir gerade das Gegentheil gewesenzu seyn, daß nehmlich d'Amboise den du Chcsne vorgeschoben, alsdie Theologen sowohl über die Werke des Abelard selbst, als über diet^aek. ^polog. pro ^vgelgrdo, die er ihnen vorgesetzt hatte, Lcrmcnmachten. Denn daß ein dergleichen Lermen entstanden, bezeugt nichtallein Roulliard/ in einer Stelle, die Bayle (Anmcrk. L.) selbst an-führet: sondern noch wehr ersehe ich eS aus einer deolura voclorum?i»nllenlium, die auf drey Blättern einigen Ausgaben vorgesetzet ist.Sie befindet sich in dem sonst ganz defcclen Exemplare unsrer Biblio-thek ^.47.6., nicht aber in dem vollständigen 47.7. In dieser Cen-sur, wie es heißt, quiä io tzuoyuo Operum ejug loco lalelii otumlaret, a Huiiiusllsm l^ivoloßis i?srili«znlilius diligentor a-Inototumet iniiigiwtum elt; lingulisizue periculoliorilius «liolis praekeng ettalllnditum smuletum. lind hierauf folgen die anstößigen Stellen,worunter das ganze Buch «llvoilus Ilsereleg aus den Schriften desAbälard herausgeworfen wird, silier Iiie, ut in Lo6i<:e KI8. oomen^Iiaelardi Iisuä prso te xerit, iia vecjuo ejus locjuenili morem,5tilum sut wenlis aoumen tapil. Beym Bayle, wo die verschicdnenStücke angegeben werden, welche die sogenannte Quercetauische undAmboisische Ausgabe von einander uulerscheiden, wird diese iüentura«loet. ?ai'. weder bey der einen noch bey der andern genennt, undvermuthlich wird AmboesiuS haben zugeben müssen, daß sie in derFolge den Exemplaren beygelegt worden.
3. Endlich kann ich nicht unangemerkt lassen, daß, obschon nachder Sammlung des AmboesiuS, noch verschiedene Werke des Abelardans Licht gezogen worden, — als vom »Isileue, (lomo V. ^noe-<Iot.) I'üeolo-'.iae cliristisnse liliii V. und Lxpolllio in Hexawvron,so wie vom B. Pez Ck. III.'ruet.) dessen Seito to iplum — unsdennoch das interessanteste Werk des Abälard noch fehlt, und vielleicht