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11 (1839)
Entstehung
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717
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Zur Gelehrten-Geschichte und Literatur.

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Ratdclt gedruckt worden. Noch hätte Maz>. anmerken sollen, daßdiesen vcrmcyntcn Traktat des Hippokralcs Tomaso Äovio Zefiricls,in scineni stlelam->!^io IZgZ wieder auflegen lassen, in dessen voorovon 1<i26 er ebenfalls vorkommt.

Pct. Abälard.

Der Abt Gervaise (°), und aus ihm Niceron (°°), haben »nlcrandern, nach Baylen, das Leben des Abälard beschrieben. Ans jeneverweise ich, wem dieser nicht Genüge lcisict. Nur zwey Anmcrknn-gcn lasse man mich hier beyfügen.

l. Die erste betrifft den Namen Abälard . Wie bekannt, warAbälard kcincSwcgrS der GcschlechtSnamc, sondern ein Schmeichcl-iiame, den, wie Gervaise meynt, die zärtliche Mutter dem kleinenPeter, >>ar un nretcnkiment lzu'elle »voit ile ton vlo^uoin:« sutuic,beygelegt hatte. Er leitet also Abälard von ^beillo ab, und beruftsich teSfaUS auf eine Stelle des h. Bernhard, wo dieser den Abä-lard H>>i8 de ^roncia nenne. Doch daS Zeugniß dieser Stelle, sowie die ganze Vermuthung des Gervaise, wird beym Niceron mitGrnnde verworfen; mit dem Zusätze, daß in der Mundart von Bre-tagne der Name Abälard ja wohl etwas anders heißen könne.I-irll o's-t-il ->»8 (i'aulio lignilicalion 6ans Iv li:>s IZiolon? ^'uban-llonno eeli» anx elieiclieur« iI'ol^niolnAie. Wenn es nun abernach einer Nachricht gehen sollte, die in der Folge B. Pez ("") anseinem alten iücxiive beybrachte, aus welchem er des Abälard Sitten-lehre oder Kilo t« iplnm abdrucken ließ: so wäre die Bedeutung desNamens Abälard nichts weniger, als in der Bretannischen Mundartzu suchen, sondern äliaelai^v,» hieße so viel als IlauelariZus,c^usli hui Iiaberet arlium !>>>»<> lv funimam et a<kipom. Doch wersteht das Lächerliche dieser Ablcilnng nicht, und wird nicht lieber beyjener Quelle bleiben wollen ? Allerdings wird Abälard in der Bri-tannischen Mnndart seine gute Bedeutung haben: und was hindertuns, bey der Uebereinstimmung, welche diese Mnndart noch jetzt invielen Stücken mit dem Holländischen und Plattdeutschen haben soll,zu glauben, daß cS die nehmliche seyn werde, die eS in diesem hat.In diesem aber ist das Wort abel für i.innrer, »viyig, sinnreich,sehr bekannt, und Rillan (5) erkläret .^lielaert ausdrücklich durchIiomo liellus, eonciiinns. Auch unser alter lueutonil'ia hat das Wort

(°) I.» vi<- >I'ä,lielsriI vt ei-IIv il'tloloise. pari» I7S0. S Voll. IS.(") Mvi». IV.

C") ^necllol. 'k. III. lliss. ls-igox. p. XXII.('s-) «>vw. reM. linx.