^-1 Briefe, dic neueste Litteratur betreffend.
„So lief in seine Schlacht begleitete;
„Mit ihm auf Leichen nnerschrocken gieng,
„Wie Engel Gottes in Gewittern gehn;
„Ihm nachzufolgen, wo er war zu seyn,
„An forschen seine Thaten überall,
„Von Lcich auf Leiche grosse Schritte that;
„Scheut eine solche Muse Blut zn sehn?„Stimm an, verewige den grossen Tag,
„?ln welchem Vater Friederich sein Volk
„Errettete, durch göttlichen Gesang!
„Nimm dic verwaiste Leycr von der Wand,
„Und mische starken KricgcSton darein,
„lind finge! Held, Soldat und Patriot
„Steh um dich her, und höre, lauter Ohr!
„Bewundernd Gottes Thaten, Friedrichs Muth,
„Wenn er sein Vaterland zu retten geht,
„lind lerne Gott und Friederich vertraun!„Denn standest dn, Berlin , nicht halb verzagt,
„Als der gekrönte Rächer mir verzog,
„Und Mahren uns, langsame Sieger, sah?Von diesem Zeitpunkte hebet sich die Erzchlnng des Dichters an.Er bewundert, nach einer kurzen Apostrophe des feindlichenFeldherrn, in der aufgehabcncn Belagerung von Gllmüiz, woder gemeine Haufe nichts als ein mißlungenes Unternehmenwahrnimt, eine besondere göttliche Vorsehung.
„Tu aber, guter alter Marschall! warst
„In deinem Troja, Hcktor. Friedrich selbst
„Gab deinem Namen Ewigkeit, und schrieb
„Ein andrer Eäsar, deine Thaten an!
„Toch Er, nnd Aeith nnd Moriy waren mehr,
„SllS Agamcmnon, Nestor und Ulyß;
„lind hätten, ohn ein nngehenreS Pferd,
„Turch Mnth dich überwunden, nicht durch List,
„Wofern nicht Gott der Herr gewollt, daß wir
„Ablassen sollten.