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Igg Briefe, die neueste Litteratur betreffend.
„Tcr Sturmwind zerriß dem Alcest seine Hütte am Strande der„See. In was für Verwünschungen und Klagen brach er wider den„Himmel aus, der ihn gesandt hatte! Welch ein elendes Leben, rief„er zu den Felsen, ist das meinige! Kaum kann ich mir mit den„Arbeiten meiner Hände das Brodt erwerben, das meine Nothturfl„fordert! Unfruchtbar fließt mein Schweiß. Mit der Sonne ' stehe„ich auf, und die Mitternacht bringt mir erst die Stunde des Schla-ges. Ans der Tiefe des unsichern Meeres mnß ich meine Nahrung„ziehen, oft mit Gefahr des Lebens mit dem Ruder die ungetreuen„Wellen schlagen, und von den Ufern des Todes ein schlechtes Opfer„für meinen Tisch hohlen. Und dennoch, o Himmel, sendest du„Stürme, die meine arme Hütte niederreißen? Soll ich denn den Un-„ gewittern und Regen, soll ich allen Beleidigungen des ungütigen„Himmels ausgesetzt, auch nicht in der Nacht die Ruhe haben, die„alle Wesen wieder vergnügt? Der Vogel schläft unter dem grünen„Dache der Blätter. Der Sturm wiegt ihn iu den Schlaf, der meine„Wohnung zu Boden reißt. Tas Wild ruhet sicher in Hohle » und„in warmen Gebüschen, und der Wurm findet im Schoosse der Erde„eine sichere Ruhestädte: nur ich bin allen Plagen ausgesetzt, und um„mich zu quälen, gießt der Hinimel alle Ungcwitter aus.
„Mit diesen Klagen und Thränen in den Augen, warf er sich„voll Unmuth, und müde seines Lebens, Alcest, auf einen mooßigten„Felsen nieder. Die Nacht umschattete ihn; ein fester Schlaf nahm„ihn in die Arme, und der völlig angebrochene Tag öfnete erst seine„schweren Angcnliedcr. Traurig stand er von seinem harten Lager„auf, und wandle seine Augen auf das Meer. Tann suchte er seine„Hütte. Die Hütte lag in einem Haufen zusammen, und sein Kahn„stand zerschlagen auf dem trokuen Sande. Jezl brach ein neuer„Strom von Thränen aus seinen Augen, und neue Klagen stürzten„von seinen Lippen. Verzweifelnd stieg er die Klippe hinunter, und„wanderte zu seinem Rachen. Aber der Nachen war zertrümmert,„ und seine Hütte darneben ein Steinhauffcn. Von wüthender Ver-zweiflung getrieben eilte er ans Meer, entschlossen sein Leben zu en-„digcn, und iu demjenigen Elemente den Tod zu suchen, das ihn des„einzigen Mittels der Erhaltung beraubt halte. Nimm auch mein„Leben, rief er, nimm dieses elende Leben, Schicksaal, das ich nicht„mehr erhalten kann! Jctzo will er sich in die Wellen stürzen; aber