II. Theil- Vier und vicrjigsicr ^ricf.
bc» veralten lassen, lind in verschiedenen Eigenthümlichkeiten,die er aus der besondern Mundart seiner Provinz beybehaltenhat. Von jenen sagen die Herren Herausgeber: „Wir haben„alle sorgfältig gcsaminlet, :c. fs. Band V, S. 298.) — Und überdie Provinzialsprachc ihres Dichters erklären sie sich folgenderinaasscn: „Die Schlcsische Mundart :c. ss. S. 299 1
Auf diese beyden Stücke haben sie also in ihren: Wörtcr-buchc ihr vornehmstes Augenmerk gerichtet, von welchem ich Ih-nen unmöglich anders einen nähern Begriff machen kann, alswenn ich einige Artikel daraus entlehne und Sie von diesenauf die übrigen schlicsscn lasse. Verschieden allgemeine Anmer-kungen, die in dem Wörterbuch? selbst keine fügliche Stellefinden können, machen den Anfang. Z. E. /!.ogau brauchtsehr häufig das Vcywort in dem ungewissen Geschlechte alsein Hauptwort. Er sagt:Seither ist unser Frey in Tienstbarkcit verkehret.— — — (5in solches Rlun,Dafür ein keuscher Sinn vntsetz und vraucn trug.
Key welchem freyes 'wahr, der Fremidschafl Seele wohnl.Für Freyheit, Rlugheir, Wahrheit- Die Vortheile, welchedieser Gebrauch besonders einem Dichter verschaffen kann, sindso groß, daß eine bescheidene Nachahmung wohl schwerlich zumißbilligen wäre. Ich sage aber mit Fleiß, eine bescheideneNachahmung; denn ich fürchte mich schon im voraus vor denkleinen Affen, die dergleichen substanlivc Neutra mit einer Ver-schwendung brauchen dürften, daß wir die wahren Substantivadavon ganz nnd gar nicht zu haben scheinen könnten. Was ichaber unserer Nachahmung, oder vielmehr unserer uneingeschränk-testen Aufnahme für noch weit würdiger Halle, ist folgender Ge-brauch der Endsylbe, ley. L.ogau seczt nehmlich diese End-sylbe, die wir irzt nur bey den theilenden Zahlwörtern dul-den wollen, auch zu fast allen Arten von Fürworrcrn, underlangt dadurch (wie man es nun nennen will) ein N^cben-worr oder ein unabänderliches Vcyworr von bcsonücrmNachdrucke. Z. E.