III. Theil, ein uiid funfiigstcr Brief.
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(?ott machte sie!
Mit heilgem SchauerFühl ich das Wehn,Hier ist das Rauschen der Lüfte!Er hieß sie wehen und rauschen,Der Ewige!
Wo sie wehen, und rauschen,
Ist der Ewige!
Freu dich deines Todes, o Leib!
Wo du verwesen wirst,
Wird der Ewige seyn!Freu dich deines Todes, o Leib!
In den Tiefen der Schöpfung,
In den Höhen der Schöpfung,
Werden deine Trümmern verwehn!
Auch dort, Verwester, Ncrstäubtcr,
Wird er seyn der Ewige!Die Höhen werden sich bücken!
Tie Tiefen sich bücken!
Wenn der Allgegenwärtige nun
Wieder aus Staube
Unsterbliche schaft!Hallelnja dem Schaffenden!
Dem Tödtcnden Hallelnja!
Halleluja dem Schaffenden!Zn diesem stürmischen Feuer ist das ganze Stücke geschrieben. —Aber was sagen Sie zu der Ncrsart; wenn ich es anders eineVcrsarr nennen darf? Denn eigentlich ist es weiter nichts alseine künstliche Prosa, in alle kleinen Theile ihrer Perioden auf-gelöset, deren jeden man als einen einzeln Vers eines besondernSylbcmnaasscs betrachten kann. Sollte es wohl nicht rathsamseyn, zur musikalischen Composition bestimmte Gedichte in diesemprosaischen Sylbcnmaassc abzufassen? Sie wissen ja, wie weniges dem Musikus überhaupt hilft, daß der Dichter ein wohlklin-gendes Metrum gcwählet, und alle Schwierigkeiten desselbensorgfältig und glücklicb überwunden hat. Oft ist es ihm so gar