18k Triefe, die neueste Litteratur betreffend.
schastcn begnügen. Er findet diese Ursache darinn, weil dasMögliche als eine Art des Allgemeinen, die Lebhaftigkeit deranschauenden Erkenntniß verhindere; welche Lebhaftigkeit gleich-wohl unentbehrlich ist, wenn die anschauende Erkenntniß zurlebendigen Erkenntniß, als worauf die Moral bey ihren Wahr-heiten vornehmlich sieht, erhöhet werden soll. Er zeiget hier-auf, daß schon Aristoteles diese Kraft des Wirklichen gekannt,aber eine falsche Anwendung davon gemacht habe, weil er sieaus einer unrechten Quelle hergeleitet. Aristoteles lehret ncm-lich, die historischen Exempel hätten deswegen eine grössere Kraftzu überzeugen, als die Fabeln, weil das Vergangene gemeinig-lich dem Zukünftigen ähnlich sey. Unser Verfasser aber sagt:„Hierum, glaube ich, hat Aristoteles gcirrct. :c. fs. S. 387^ vor„den historischen Exempeln gebühre. — Und nunmehr trägt derVerfasser seine völlige Erklärung der Fabel vor, und sagt: !Vennrvir :c fs- S. 388-1 so hcisit diese Lroichrung eine Fabel.
Die zweyte Abhandlung bclrist den Gebrauch Scr Thierein Scr Fabel. „Der größte Theil der Fabeln, sagt der Verfasser,„hat Thiere, oder :c. fs. S. 388.) Oder was ist es?" Zbarreuxhat sich auf diese Fragen nicht eingelassen, sondern listig genugden Gebrauch der Thiere seiner Erklärung der Fabel sogleichmit angeflickt. Zdrciringcr hingegen behauptet, daß die Errei-chung des iDunverbarcn die Ursache davon sey, und glaubtdaher die Fabel überhaupt nicht besser als durch ein lehrreichesIVunScrbarc erklären zu können. Allein unser Verfasser zeiget,daß die Einführung der Thiere in der Fabel nicht wunderbarist, indem es darinn vorausgesetzt und angenommen werde,daß die Thiere und andere niedrige Geschöpfe, Sprache undVernunft besitzen. Seine Meinung gehet also dahin, daß dieallgemein bekannte Dcstandlhcir ihrer Charaktere diese Vor-aussetzung veranlasset und so allgemein beliebt gemacht habe.„Zc tiefer wir, setzt er hinzu, auf der Leiter der Wesen herab-„steigen, :c. fs. S. 3ö5j von ihm abstehen.
Z» der orillen Abhandlung sucht der Verfasser eine richtigereEinthcilung der Fabeln festzusetzen. Die alte Einlhcilung desAphrhonius ist offenbar mangelhaft. Schon U)olf hat bloßdie Vcncimungcn davon beybehalten, den damit zu verknüpfen-