Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
195
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IV. Theil. Ein und skbcnzigsier Nricf,

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Zch kann überhaupt mit denjenigen gar nicht zufrieden sey»,die alle Hochachtung gegen das Alterthum ablegen, und vondem Plaro und Aristoteles nicht anders als von ein Paarelenden Sophisten reden. Hätten sie diese vortrefflichen Män-ner aufmerksam gelesen, so würden sie ganz anders von ihnenurtheilen. Denn die metaphysische und moralische Lehre desPlaro, welche die wenigsten aus ihrer O-ucllc schöpfen, ist wahrund heilig, und das, was er von den Ideen und ewigenWahrheiten sagt, verdienet Bewunderung. Die Logik, Rheto-rik, und Politik des Aristoteles hingegen, können im gcmci-ncn Leben von sehr grossem Nutzen seyn, wenn sie sich ineinem guten Kopfe, der die Welt und ihre Händel kennet,finden. Sogar kann man ihm nickt genug dafür danken, daßer in seiner Physik den wahren Begriff des Stetigen gegendie scheinbaren Irrthümer der Platonikcr gerettet hat. Undwer endlich den Archimeöes und Apollonius verstehet, derwird die Erfindungen der allergrößten Neuern sparsamerbewundern.

Gewiß die Eritik auf dieser Seite betrachtet, und das Stu-dium der Alten bis zu dieser Bekanntschaft getrieben, ist keinePcdantcrev, sondern vielmehr das Mittel, wodurch L.cibnirzder geworden ist, der er war, und der einzige Weg, durch wel-chen sich ein fleißiger und denkender Mann ihm nähern kann.Aber welchen lustigen Conlrast machet mit dieser wahren Schä-tzung der Critik und alten Schriftsteller, die Dcnkungsart diesesund jenen grundgelehrten Wortforschcrs, von welchem sich ineben dieser Sammlung Briefe finden. Z. E. Gisbcrr Cupcrs.Dieser Mann war ohnstrcitig einer von den größten Antiqua-riis, der aber die Antiquitäten einzig und allein um der Anti-quitäten willen studirtc. Er hält sich stark darüber auf: 8-eeu-lis tunorioiilius plei'oslzuo oruclitorum msZIs ttiln operan» llecliflo,ljUÄM ritiuus, morivus, uliis<zuo nrlvel-iris ivlius, «ju-e veterumIibri5 contmentiir, illustr-inclis. Und damit Sie ja nicht etwadenken, daß er unter diesen ni-Lelaris rvliu« vielleicht auch diephilosophischen Meinungen der Alten verstehe, so lesen Sie fol-gende Stelle aus einem andern seiner Briefe: lieetv tueit-,«zuoll eclere conktitueris ^amdlicki protrepticon. nsm ilüus nee

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