Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
219
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V. Theil. Cm und neunzigster Brief. 21i)

Tciii grosser Endzweck wär, und daß man das GeschickDer Staaten AlbionS, der Herrschaft schwere Bürde,Tcn Weisesten des Neichs indeß vertrauen würde:Allein so bald er sah, daß Eeitz nach eigner Macht,Stolz, blinde Nachbegier den Anschlag auSgcdacht,Daß man nicht für das Glück des besten Prinzen sorgte,Und zu der Missethat frech seinen Namen borgte,Daß man den König nicht der Freyheit überließ,Durch Barbaruglciche Wuth ihn in den Kerker stieß,Wo man vielleicht noch jetzt den Unglückseligen quälet,Wenn unaussprechlich Leid ihn nicht bereits entseclct

Isabella (die ihrem Sohne den Degen von der Seite

reissen will.)Verwegner! Rasender! entgehe meiner Wuth

Eduard.

Kühl in des Lieblings Arm dein aufgebrachtes Blut! -c.

G.

XVI. Den 20. März. 1760.Ein und neunzigster Brief.") Noch ein Wort von der schuldigen Ehrenrettung des Herr»Prof. Gottscheds! Die vermeinte vhrenrührung, darüber sich HerrGottsched beschwert, gründet sich auf einen Brief im 17lcn Stückeder Schadischen Staats- und gelehrten Zeitung, in welchem ein ge-wisser G. aus L. versichert, er sey der Verfasser der bekanntenSchrift, die der Herr von V. unter dem Titel: t anäillc; oulimllme, traeluit äe 1'alleumuä elo klont. le Doowur lialutl, imfranzösischen herausgegeben. Er, Herr G. aus L. habe das Manu-script an seinen vertrauten Freund, den Herrn S. G. nach Paris ge-schickt, es sey aber demselben entwendet, und darauf so ins Französi-sche übersetzt worden,wie die Herrn Franzosen gemeiniglich die deut-scheu Schriften zu übersetzen pflegen." (5r verwundert sich über denHerrn von V. daß er ihm einen solchen Streich gespielet, da er, V.ihm, dem Herrn G. doch mehr als einmal öffentliche Zeugnisse seinerHochachtung gegeben, und noch mehr befremdet es ihn, daß ihm V.

°) Er ist von Mendelssohn und handelt von der Einleitung in die hö-here Wcltwcieheit. :c, von Georg Schade, Altona 176V.