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Briefe, die neueste Litteratur betreffend.
ob die Stelle,,, welche L.- anführt, dergleichen Anlasse sind.I. E. Sie erinnern sich seiner Fabel
Die Furien. >s. Band I, S.Diese Fabel ist die einzige, bey welcher -L.. den Suidas an-führet. Und was stehet im Suidas davon? Dieses: daß «ec-7r«9^t>o-,- (immerfungfer) ein Beynahme der Furien gewesensey. Weiter nichts? lind doch soll dem Suivas mehr als/!.eljlngcn diese Fabel gehören? So jagte cr in dem Suidasum diese Fabel zu finden? Ich kenne den Suidas auch; aberwer im Suidas nach Anfällen jagt, der dünkt mich in Eng-land nach Wölfe » zu jagen! Ohne Zweifel hatte cr also einenganz andern Anlaß diese Fabel zu machen; nnd sein Capricciowar nur innntcr genug, das ^iro-p^-vo? auszustöbcrn, undes in diesem gelegenen Augenblicke bey ihm vorbey zu jagen.Die Fortsetzung folgt.
XIII. Teil 26. Septembr . 1760.
Beschluß dcs hundert und sieben und zwanzigsten Briefs.
Ich wüßte auch kaum zwey bis drey Ercmpcl anzuführen,wo A.- seinen alten Währmänncrn mehr schuldig zu seyn schiene,als cr dem SuiOas in dieser Fabel von den Furien schuldigist. Hingcgcn könnte ich schr viele nennen, wo cr sie ganz vorlanger Wcile citirt, und man cs ihm zu einem Verdienste an-rechnen müßte, wenn cr seine Erdichtungen wirklich aus den an-geführten Stcllcn hcrausgewickclt hätte. Hermann Axel mußes nach der Hand auch wohl selbst gemerkt haben, daß es soleicht nicht ist, in den alten Elassicis zu jagen, ohne ein gelehr-ter Wilddieb zu werden. Dcnn sein Capriccio verspricht eSzwar zu thun; am Ende aber sieht man, daß cr wcdcr im Sui -Sas, noch im Aclian, sondern in den Schriften des Genfer Rousseau, in 2örorons ^ttimaw, in Popens Briefen gejagthat. Nun habe ich zwar alle Hochachtung gegen dicsc Männcr,und sie sind unstreitig grösser, als jene staubigtc Eompilatorcs:allein demohngeachtcr ist es weniger erlaubt sich aus solchenMännern, als aus jenen Alten zu bereichern. Denn diesesnennt das Publicum, welches sich nicht gern ein Vergnügen