VII. Theil. Hundert »nd siebe» lind zwaiijigster Brief. 271
zweymal in Rechnung bringen läßt, verborgene Schätze graben;und jenes mit fremden Federn stolzieren.
Doch damit ich Axeln nicht verleumde: eine einzige Fabel(weil er es doch einmal Fabel nennt) finde ich, die er einemAlten zu danken hat; und zwar dem bekannten Schulbüchclchendes Plutarchs, wie man mit jungen teuren die Dichter le-sen soll. Zch sage zu danken hat; denn sagen hat er sie nichtdürfen: das Thier war zahm genug, sich mit der Hand grciffcnzu lassen. Es heißt bey dem Plnrarch: <r>tXo>^vo-,-
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X,kl907i^xll,-, S^X.»,' ks.t^v. „Ob es wahr ist, was der„Dichter Philoren sagt, daß das angenehmste Fleisch das ist,„was nicht Fleisch ist, und die angenehmsten Fische die, die nicht„Fische sind: das wollen wir denen zu entscheiden überlassen,„die mit dem (5ato zu reden, allen ihren Verstand im Gaumen„haben. Das aber ist unstreitig, daß junge Leute diejenigen„philosophischen Lehren am liebsten anhören, am willigsten be-folgen, die in keinem ernsthaften, philosophischen Tone vorge-tragen werden." — Nun, was meinen Sie, daß hieraus„für eine Fabel geworden? Folgende:
Der Reiy der Zubereitung.„Tinna der Poet bat Cleander den leckerhaftcn «?sscr auf ein„wirthschaftliches Mittagsmahl. Eine Schüssel mit Speisen ward„aufgetragen, Cleander aß mit bedachtsamer Mine und sagte: das„angenehmste Fleisch ist, was nicht Fleisch ist. Hernach kam eine„Schüssel mit Fischen; dann sagte er: der angenehmste Fisch ist, der„kein Fisch ist. Cinna gab ihm zu erkennen, daß er diese räthselhaf-„te Sprache nicht verstünde. Cleander versetzte: Soll ein Mann,„der den Geschmack nur in der Kehle hat, den hierüber belehren, der„ihn in dem Verstände hat? Der Gedanke kann dir nicht fremd seyn,„daß die Menschen diejenige philosophische Schrift am liebsten haben,„und mit dem meisten Vergnügen lesen, die nicht philosophisch noch im