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6 (1839)
Entstehung
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288
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Sophokles .

Das athcnicnsische Volk ward, wic bekannt, in ch^X«?(Stamme) eingetheilt, lind diese s>^«t theilten sich wiederumin verschiedene ^^o^> das ist ^anSsmannschafren, wie esSchulze (>) übersetzt hat, und ich es nicht besser auszudrückenwüßte. Nicht selten bemerken die Geschichtschreiber beides, so-wohl den Stamm, als die Landsmannschaft. So sagt z. E.Plutarch vom Periklcs: H^tx^^ -rc-iv cpi^Xuiv7-«^^, 7-U1V cs^l(tiv XoX«^x^?. Bon unserm Sophokles aberfindet sich nur der ^>.o? genannt; und ich wüßte nicht, daßirgend ein Philolog die <5>i^oi^ach ihren cp^«t? geordnethätte; wcnigsicns hat es Meursius in seinem Werke 60 popn-I!s ^ttieav nicht gethan. Unterdessen vermuthe ich nicht ohneGrund, daß Sophokles aus dem ^ippochoontlschen Stammegewesen ist, wic ich in der Anmerkung (C<ü) zeigen will.

Es hieß aber der Demos des Sophokles R.o?.e,^>o?. L.o-Xuii>o5 bedeutet überhaupt einen Hügel, eine Anhöhe; «v«-<^tl«, 7-o?ro? -i^rz^o? (m). Zu Athen aber wurden besonderszwey Hügel so genannt, wovon der eine innerhalb, der andereausserhalb der Stadt lag. Der innerhalb der Stadt, war aufdem Marktplätze, neben dem Tempel des Eurysaces, und hicsvon dem Markte R.o^K>vo-; «'^opo-to?. Von diesem ist dieRede nicht, sondern von dem ausser der Stadt, welcher zumUnterschiede R-oXeova« lir^iv? d. i. der Ritterhügel, so wic je-nes der N?arklhügcl gcncnnct ward (»). Und zwar hatte er

(l) In seinen Anmerkungen über die Leben des plutarchs, welcheAind seiner Uebersctzung beygefügt hat.(m) Suidas unter l<oXu,'->?.

(n) Man sehe den Harpocratisn und pollux, deren StellenMeursius (NeUci. ^u. csp, «) anführt. Wie auch den Grammatiker,welcher den zweyten Inhalt des Gedipus auf Rolonos gemacht hat.^tl-vT-u sagt dieser von dem Rolonos, k-r-,, 1100-6^^,0;

Der lateinische Uebcrsctzrr macht i» dieser Stelle einen sehr albernen Fehler.Lr giebt sie nehmlich so: qnoniAm Xepluni Lquetlriji idl ett sücvllum ck>I>ioi»elI>oi, r>»il>iie »«»/o^»», curiim xorunl, il>i coiiliSvnt. H'u5

7i>»/o?um? Was mögen das für geheiligte Maulesel gewesen sey»? Er hatdas Adverbium «Vro^, für den Ecnitivum des Pronominis angesehen. (S-die Ausgabe des Paul Srephanus, S. 484)