Leben des Sophokles.
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gemäß einrichten. — Aber dieß alles sind die geringste Gründemeines Verdachts. Die wichtigsten sind diese; Anfangs, daßdie zwey erstem Punkte, in welchen Sophokles , dem Plmarchzufolge, von dem Acschylus abgegangen ist, sich nicht bloß ebenso wohl, sondern ungleich richtiger von dem «Luripiocs als vondem Sophokles sagen lasse»; und hernach, daß der drittePunkt, den ich noch gar nicht berührt habe, sich fast nur vondem ÜUiripioes, und von dem Sophokles gar nicht sagen läßt.
Es ist wahr, Sophokles hat sich der Schwulst des Aeschy-lus nicht schuldig gemacht; aber iLmipiocs noch weniger. DerAusdruck des Sophokles blieb noch immer stark und erhaben;da sich LLuripivcs hingegen so weit von dem Aeschylus entfernte,daß er nicht selten gemein und schwatzhaft ward. So lautetedas allgemeine Urtheil der Alten, wovon Arisiides für michdie Gewähr leisten mag. vc>K> <5e x«-, ?c>«^(v-sagt er in seiner zweyten antiplatonischen Rede ("'<),
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x«t?<^>v x«lc>u)v. Es ist ferner wahr, Sophokles hat sich derfürchterlichen Verkleidungen, der wunderbaren Maschinen, we-niger und bescheidner bedienet, als Acschylus. Er hat sich aberdoch sonst der Skevopöie sehr beflissen, und wie man in derAnmerkung (X) sehen wird, verschiedenes darinn erfunden. Vondem LLuripiocs hingegen kann man dieses nicht sagen; es istvielmehr ein sehr gemeiner Vorwurf, den ihm die Alten machen,daß er den theatralischen Putz zu sehr vcrnachläßigct hat.
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sagt Acschylus bey dem Ariskophanes lMK) zn ihm. Denn er
(üi) "r-t-tz ruv L-cro-c-ltz^,'. p. 133. Lom. II. vp. ^limui«, «llit.LsmueU» ^edb.
(kkk) In den Fröschen Zeile 1092 n, f.