Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
322
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S^phokle?

habe» könne, niit scincm ^^r^ ^irz<5tx« nicht darauf gcziclctzu haben. Zwar begeht er noch immer in der gegenwärtigenStelle eine kleine Unrichtigkeit; nehmlich diese, daß er vorgicbt,das Orakel habe es dc» Athcnicnscrn unter dem Phäöon, wel-cher nach den Persischen Kriegen Arcbon war, erst befohlen,die Gebeine des Thcfcus in die Stadt zu bringen: da dochLimo» bereits unter der Regierung des vorhergehenden Archonsdarnach aus war. Allein ist es nicht besser, daß man ihn lie-ber diese kleine Unrichtigkeit, diese Verwechselung -der Zeit des

?r>.--l?'. Dieses übersetzt Herr Rind:Diese Tl'at demüchigte den StolzdeS persische» Königs so scl'r, daß er dc» bekannte« Zricce» riiigicng, ver-flöge dessen er sich allezeit ein Stadium, oder- einen Rosilanf, weitvom griechischen Meere entfernt l'allcn inußtc, und sich niemals niit ciiicinKricgcsschiffc dicsscit der kvaneischc» und chelidonischen Inseln sehen lassendurste." ^l5-ro^i öl-0/i.o,- l?at Herr Aind hier für ?5-roöt>o.»ov angesehen,welches letztere den Ort, wo die Wctiläuffc der Pferde gclialtcn wurden, unddie Weile des Raums, den die Pferde dabei) durchläufst» mußten, bedeutet.Er giebt diese Weite für ei» Stadium. Ist es aber im geringsten wahrschein-lich, daß ilimon nur eine so geringe E»lscrn»»g von dem Mccrc sollte ver-langt haben? Was ist denn ein Stadium? Mit einem Worte, es ist l'icrnicht die Weite zu verstelle», die ein Pferd in einem Striche zu durchren-ne» fähig ist, sondern die Weite, die es in einem Tage zurücklegen kaun.Und das ist lein geringer Unterschied. Ausser dasj die Beschaffenheit der Sacheselbst meine Auslegung erfordert, tan» ich sie auch noch aus einer Stelle beydem Suidas rcchlfcrligc», wo dcr Compilator dcs besagte» Fricdmsschlusscsmit diese» Worte»gedenkt: «uro?, Cimon nehmlich, i-o^>? o^oi^

ök »v>^ ^? Ilaii^vXia?) ^Xkli>

J»»crl'alb einem Tage: ^>^>za? ^-ro?. Ich kann nicht sagen, wel-chen alte» Schriftsteller dcr Sammler hier ausgcschricbc» hat; Rüster mußcs auch nicht gewußt haben. Daß er aber eine vollständigere Nachricht vorsich gehabt hat, als plutarchs, siebt man aus den Zusätzen, dcs einenTages, der Stadt phasclis, und endlich »och einer besondern Bc-

tarch gar nicht gedenkt, ob sie gleich ohne Zweifel die allcrwichtigstc war.plutarch berusl sich aus die ^v^^io',««?-« « o-vi^z-«),- X^cmizc,?, wodieser ganze Friedenstractat mit vorkomme: vielleicht also, daß diese Samm-lung dcs Rraterus zu dcs Suidas Zeiten noch vorl'andcn war. Wc»ig-str»s ist Diodoruo Siculus, dcr dieses ^riedcnsschlusscs gleichfalls geden-ket, il'n aber verschiedene Ialirc später setzt («ibiioliiee-t UM. i.ii>. x».p. 74. Llin. niinu,»».) eben so wenig seine Quelle gewesen, als plutarch.