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„halte aus diesem homerischen Stoffe eine Tragödie gemacht,„die sehr wohl ausgenommen ward. Ich wünschte, daß uns„die Zeit dieses Stück aufbehalten hätte, damit wir sehen„könnten, wie weit es die Kunst mit einem solchen Stoffe brin-„gen kann." Zch wünschte es gleichfalls. Aber würde es wohlauch eine wirkliche Tragödie seyn. Zch glaube schwerlich;sondern es würde, allem Ansehen nach, ein satirisches Drain«seyn. Zch kann zwar nicht sagen, daß es als ein solches vonden alten Schriftstellern, die seiner gedenken, angeführt werde;aber der komisch-tragische Inhalt ist allzusehr für meine Muth-maßung, von welcher ich finde, daß sie auch die Muthmaßungdes Lasanbonns gewesen ist »>). Die Odyssee war überhaupteine reiche Aorrathskammcr für die satyrischcn Schauspiele.Das einzige Stück, welches uns von dieser Gattung übrig ge-blieben ist, des LLuripides LMops, ist, wie bekannt, gleich-falls daraus entlehnt. Der Charakter des Ulysses selbst machteihn zu einer satyrischcn Person sehr bequem. Zch setze voraus,daß meinen Lesern das Wesen dieses Drama bekannt ist, vonwelchem wohl zu wünschen wäre, daß es ein Genie unter linsganz wiederherstellen wollte. Die Tragikomödie war in die-ser Absicht ein sehr mißlungener Versuch.
(5.)
<Lr machte in seiner Runst verschicdne Neuerungen, derenzum Theil Aristoteles gedenkt.) iio^>.« r>-a^o^tz^cr-v k>> i-m?«z-uo-l. ES ist hier nicht von denen Verbesserungen die Rede, durch
wcscn, und daß cS vielleicht Nausikaa , oder die Wäscherinnen gc-heisscn l'abc; dergleichen doppelte Titel bei den Alte» »ichls seltenes sind. Demungeachtet wurde die Frau Datier besser gethan habe», es hier nnter seinemgewöhnlichen Titel, Nausikaa , einzuführen. Woher sie den Umstand hat,daß es viel Beifall gefunden, kann ich nicht sagen. Ich fürchte, csist ein bloßer Zusatz ihrer gütigen Permulhung, den ich unlcrdcß eben sowenig zu bestätige» als zu bestreiken Lnst habe.
(ii) „?>«^><7tx«cl — — iuu> Ilumerixil, et siltxrici» «Iram-ilitni»
n»nunwrsi»i», ^uUiee Oa/uniono, sagt Favricius in seinem Verzeichnisseder Verlornen Stücke des Sophokles . Es »ms; sich dieses auf eine Stelledes Tasaulioiius in seine» Anmertungen zum Athenäus beziehen, dennin seinem Buche, u« ?»ctl r-axrica, erwähnt er der Nausikaa unter densatyrischcn Stücken des Sophokles nicht.